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Können Sie in „Mourning Becomes Electra“ eine psychosomatische Implikation des Puritanismus finden?

Der puritanische Hintergrund der Familie Mannon in Eugene O'Neills „Mourning Becomes Electra“ hat komplexe und weitreichende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Charaktere. Der Puritanismus mit seiner Betonung strenger Moralkodizes, der Unterdrückung von Begierden und einem tiefen Schuldgefühl schafft ein Umfeld, das die Entwicklung psychosomatischer Erkrankungen begünstigt.

Eine der bekanntesten psychosomatischen Erkrankungen im Stück ist Lavinias Hysterie. Während des gesamten Stücks zeigt Lavinia verschiedene körperliche Symptome, die sich als Reaktion auf das emotionale Trauma manifestieren, das sie erlebt hat. Zu diesen Symptomen zählen Ohnmachtsanfälle, Atembeschwerden und ein allgemeines Gefühl von Schwäche und Erschöpfung. Diese körperlichen Manifestationen dienen als äußerer Ausdruck der inneren Unruhe und des emotionalen Leidens, das Lavinia aufgrund ihrer unterdrückten Wünsche, widersprüchlichen Loyalitäten sowie Schuld- und Schamgefühle erlebt.

Auch Orin, Lavinias Bruder, weist Anzeichen einer psychosomatischen Erkrankung auf. Er leidet unter Schlaflosigkeit und neigt zu heftigen Ausbrüchen und Episoden des Schlafwandelns. Diese Symptome können als Ausdruck von Orins innerem Aufruhr, seinem Kampf mit der verbotenen Liebe und seinen Schuldgefühlen wegen des Todes seines Vaters angesehen werden. Insbesondere das Schlafwandeln stellt Orins Versuch dar, der bedrückenden puritanischen Umgebung und den zugrunde liegenden Spannungen zu entkommen, die sein waches Leben heimsuchen.

Der Zusammenhang zwischen dem puritanischen Umfeld und psychosomatischen Erkrankungen wird durch die Figur von Christine, Orins Frau, weiter hervorgehoben. Christine, die aus einem liberaleren Umfeld stammt, wird als emotional gesünder und ausgeglichener dargestellt als die Mannon-Geschwister. Sie dient als Kontrast zum repressiven puritanischen Umfeld und dessen schädlichen Auswirkungen auf die anderen Charaktere.

Insgesamt spiegeln die psychosomatischen Implikationen des Puritanismus in „Mourning Becomes Electra“ die Erforschung der dunkleren Aspekte der menschlichen Natur und den psychologischen Tribut, den das Leben unter starren und unterdrückerischen Moralkodizes mit sich bringt, wider. Das Stück legt nahe, dass die Verleugnung natürlicher Wünsche und die Unterdrückung von Emotionen zu schweren psychischen Belastungen und körperlichen Erkrankungen führen können.

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