Frankensteins Gewalt ist auch ein Ergebnis seiner eigenen inneren Kämpfe. Er ist ein konfliktreicher Charakter, hin- und hergerissen zwischen seinem Wunsch, geliebt und akzeptiert zu werden, und seiner Wut und seinem Groll gegenüber denen, die ihn abgelehnt haben. Dieser innere Konflikt führt dazu, dass Frankenstein gewalttätig wird, da er nicht in der Lage ist, seine Gefühle auf gesunde Weise auszudrücken.
Darüber hinaus kann Frankensteins Gewalt als Metapher für die Gewalt gesehen werden, die in der Welt um uns herum herrscht. Der Roman wurde in einer Zeit großer sozialer Unruhen und Gewalt geschrieben und spiegelt die eigenen Sorgen des Autors über den Zustand der Gesellschaft wider. Frankensteins Gewalt ist für Shelley eine Möglichkeit, ihre Ängste und Sorgen über das Potenzial für Gewalt und Zerstörung in der Welt auszudrücken.