Leben und Karriere
Inés Taccad-Cammayo wurde am 15. März 1979 in Mar del Plata, Buenos Aires, Argentinien, geboren. Ihr Vater, ein Diplomat, war italienischer und französischer Abstammung, während ihre Mutter, die Tochter englischer und irischer Einwanderer, Lehrerin war. Taccad-Cammayo wuchs in einer bürgerlichen Familie auf und besuchte während ihrer Kindheit Privatschulen.
Nach dem Abitur schrieb sich Taccad-Cammayo an der medizinischen Fakultät der Universität von Buenos Aires ein. Im Jahr 2003 schloss sie ihr Medizinstudium mit den Schwerpunkten Gynäkologie und Geburtshilfe ab. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie mehrere Jahre als Ärztin in einem örtlichen Krankenhaus.
Im Jahr 2009 engagierte sich Taccad-Cammayo politisch, als sie der Partei Propuesta Republicana beitrat, einer konservativen politischen Partei, die 2005 gegründet wurde. Sie stieg schnell in den Reihen der Partei auf und 2011 wurde Taccad-Cammayo in die Buenos Aires gewählt Stadtparlament, wo sie zwei Amtszeiten lang tätig war.
Im Jahr 2021 wurde Taccad-Cammayo als Vertreter der Stadt Buenos Aires in die Nationale Abgeordnetenkammer gewählt. Sie ist Mitglied der Kommission für Gesundheit und der Kommission für Frauenfragen.
Taccad-Cammayo ist eine lautstarke Verfechterin von Frauenrechten und Gesundheitsfürsorge. Sie ist außerdem Mitglied der Pro-Vida-Bewegung, einer konservativen Gruppe, die sich gegen Abtreibung und Euthanasie ausspricht. Taccad-Cammayo ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Politische Ansichten
Taccad-Cammayo ist ein sozialer Konservativer, der an die Bedeutung traditioneller Werte glaubt. Sie ist für das Leben und lehnt Abtreibungen ab, selbst bei Vergewaltigung oder Inzest. Taccad-Cammayo ist ebenfalls gegen Euthanasie und glaubt, dass Menschen nicht das Recht haben sollten, ihrem Leben ein Ende zu setzen.
Taccad-Cammayo ist auch ein Befürworter der freien Marktwirtschaft. Sie glaubt an die Macht des privaten Sektors, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln. Sie ist auch eine Befürworterin des Freihandels und offener Märkte.
Die Ansichten von Taccad-Cammayo stimmen eng mit denen der Partei Propuesta Republicana überein, einer konservativen Partei, die sich für niedrigere Steuern, weniger staatliche Eingriffe in die Wirtschaft und eine strengere Einwanderungspolitik einsetzt.
Kontroversen
Taccad-Cammayo war im Laufe ihrer politischen Karriere in mehrere Kontroversen verwickelt. 2012 wurde sie wegen ihrer Äußerungen zu Frauenrechten kritisiert. In einem Interview sagte Taccad-Cammayo, dass Frauen, die uneheliche Kinder haben, „unverantwortlich“ seien und dass sie vom Gesetz „bestraft“ werden sollten.
Im Jahr 2018 wurde Taccad-Cammayo erneut wegen ihrer Äußerungen zur Abtreibung kritisiert. In einem Fernsehinterview sagte Taccad-Cammayo, sie wünsche sich ein „komplettes Verbot“ der Abtreibung. Sie sagte auch, dass Frauen, die Abtreibungen vornehmen, „strafrechtlich verfolgt“ werden sollten.
Die Äußerungen von Taccad-Cammayo lösten bei Frauenrechtsgruppen und politischen Gegnern große Empörung und Kritik aus. Ihr wurde Sexismus und fehlender Bezug zu den Bedürfnissen von Frauen vorgeworfen. Taccad-Cammayo entschuldigte sich später für ihre Kommentare, aber sie hat ihre Position zur Abtreibung nicht geändert.
Schlussfolgerung
Inés Taccad-Cammayo ist eine konservative Politikerin, die für ihre entschiedenen Ansichten zu Frauenrechten, Abtreibung und Sterbehilfe bekannt ist. Sie ist auch eine Befürworterin der freien Marktwirtschaft. Taccad-Cammayo war im Laufe ihrer politischen Karriere in mehrere Kontroversen verwickelt, blieb jedoch eine lautstarke Verfechterin ihrer konservativen Prinzipien.