1. Die Prophezeiungen der Hexen: Nachdem Macbeth König geworden ist, besucht er die Hexen erneut und sie überbringen eine Reihe von Prophezeiungen. Darunter ist die Warnung, dass er sich vor Macduff, dem Than von Fife, hüten solle, der ihn schließlich stürzen wird. Diese Prophezeiung erfüllt Macbeth mit Angst und Unsicherheit und macht ihn entschlossen, Macduff als potenzielle Bedrohung für seine Macht zu eliminieren.
2. Macduffs Trotz: Macduff ist einer der wenigen Adligen, die sich offen der Tyrannei Macbeths widersetzen und sich weigern, ihn zu unterstützen. Er verbündet sich mit Malcolm, dem rechtmäßigen Thronfolger, und wird zum prominenten Anführer der Rebellion gegen Macbeth. Macduffs Trotz schürt Macbeths Zorn und Entschlossenheit, seine Opposition zu zerschlagen.
3. Die Prophezeiung des wandernden Waldes: Bei der zweiten Erscheinung der Hexen zeigen sie Macbeth eine Vision von Birnam Wood, der in Richtung Dunsinane Castle marschiert. Die Hexen erklären, dass Macbeth in Sicherheit sein wird, bis Birnam Wood nach Dunsinane kommt. Allerdings führt Macduff später die Rebellen an, schneidet Äste aus dem Birnam-Wald ab und trägt sie als Tarnung bei sich, um ihre Annäherung an die Burg zu verschleiern. Diese Erfüllung der Prophezeiung führt dazu, dass Macbeth erkennt, dass sein Untergang unausweichlich ist, was ihn noch verzweifelter macht, Macduff zu töten.
4. Macbeths Paranoia und Schuld: Macbeths Schuldgefühle wegen seiner Verbrechen, insbesondere der Ermordung von König Duncan, haben dazu geführt, dass er zunehmend paranoid und rücksichtslos wird. Er sieht Macduff als Symbol seiner eigenen Verletzlichkeit und des Potenzials für Vergeltung. Durch die Tötung von Macduff glaubt Macbeth, dass er seine Position sichern und seinen inneren Aufruhr unterdrücken kann.
5. Abergläubischer Glaube: Macbeth setzt großes Vertrauen in die Prophezeiungen der Hexen und glaubt, dass sie die Macht haben, sein Schicksal zu bestimmen. Er ist besessen davon, sie zu erfüllen, auch wenn dies die Begehung weiterer Gewalt- und Mordtaten bedeutet. Dieser abergläubische Glaube treibt ihn dazu, Macduff unerbittlich zu verfolgen, in der Überzeugung, dass seine eigene Sicherheit von der Beseitigung dieser vermeintlichen Bedrohung abhängt.
Letztlich ist Macbeths Entschlossenheit, Macduff zu töten, ein Ausdruck seiner Angst, Unsicherheit und Verzweiflung, seine Macht zu behalten. Es beleuchtet die zerstörerischen Folgen unkontrollierten Ehrgeizes und den starken Einfluss des Aberglaubens auf Macbeths Handeln und Schicksal.