Hier ist eine Zusammenfassung dessen, was mit Giles Corey passiert ist:
1. Vorwürfe: Im März 1692 wurde Giles Coreys Frau, Martha Corey, von mehreren Personen aus der Gemeinde Salem der Hexerei beschuldigt. Als ihr Ehemann wurde auch Giles verdächtigt, in Hexerei verwickelt zu sein.
2. Untersuchung und Inhaftierung: Giles wurde dem Richter zur Vernehmung vorgeführt. Obwohl er die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen bestritt, wurde er aufgrund der überzeugenden Aussagen der Ankläger inhaftiert.
3. Verweigerung der Einreichung eines Klagegrundes: Als Giles Corey gebeten wurde, vor Gericht ein Plädoyer einzureichen, schwieg er und weigerte sich, sich entweder schuldig oder nicht schuldig zu bekennen. Dieses Schweigen wurde vom Gericht als eine Form des zivilen Ungehorsams und der Verachtung interpretiert.
4. Zu Tode pressen: Als Reaktion auf Giles Coreys Weigerung, mit dem Gericht zu kooperieren, wurde er mit der damals üblichen Rechtspraxis „peine forte et dure“ (starke und harte Strafe) belegt. Bei dieser Methode wurden den Angeklagten nach und nach schwere Steine oder Gewichte auf die Brust gelegt, mit der Absicht, ihren Tod herbeizuführen, falls sie sich immer noch weigerten, zu plädieren.
5. Tod unter Druck: Giles Corey wurde mehrere Tage lang dieser schrecklichen Form der Bestrafung ausgesetzt. Es wird berichtet, dass er eine bemerkenswerte Widerstandskraft an den Tag legte und sich weigerte, sich zu unterwerfen, selbst als der Druck immer größer wurde. Historischen Berichten zufolge soll er den Satz „Mehr Gewicht“ geäußert haben.
6. Schulderklärung: Nachdem Giles Corey mehrere Tage lang unter Druck gesetzt worden war, starb er am 19. September 1692. Seine Weigerung, sich zu bekennen, führte schließlich dazu, dass er posthum der Hexerei für schuldig erklärt wurde.
7. Bedeutung: Der Fall Giles Corey wurde zum Symbol individuellen Widerstands gegen ungerechtfertigte Autoritäten. Seine standhafte Weigerung, dem auf ihn ausgeübten Druck nachzugeben, zeigte seine Prinzipien und seinen Widerstand gegen falsche Anschuldigungen. Aufgrund der öffentlichen Empörung und Reflexion, die Giles Coreys Fall auslöste, wurde die Praxis des „Zu Tode drängen“ später im englischen Gewohnheitsrecht abgeschafft.
Giles Coreys Standhaftigkeit angesichts der Verfolgung erinnert an die Bedeutung individueller Rechte und den Widerstand gegen ungerechtfertigte Autoritäten und macht ihn zu einer bedeutenden Figur in der Geschichte der Hexenprozesse in Salem und dem Streben nach Gerechtigkeit.