Macbeths Untergang beginnt jedoch, als er auf die drei Hexen trifft, die den Samen des Ehrgeizes in ihm säen. Ihre Prophezeiungen befeuern seinen Wunsch nach Macht und setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihn dazu veranlassen, abscheuliche Taten zu begehen. Angetrieben von seinem unersättlichen Ehrgeiz und manipuliert von seiner Frau, Lady Macbeth, erliegt Macbeth seinen dunklen Wünschen und ermordet König Duncan.
Im Verlauf des Stücks erfährt Macbeths Charakter eine dramatische Veränderung. Von Schuldgefühlen, Paranoia und einem unerbittlichen Machthunger geplagt, begeht er weitere Gewalttaten, um seine Position als König zu behaupten. Sein Wandel vom Kriegshelden zum tyrannischen Bösewicht wird immer offensichtlicher, da sein moralischer Kompass zusammenbricht und seine geistige Gesundheit nachlässt.
Macbeths Abstieg in die Dunkelheit offenbart einen komplexen Charakter, der sich mit seinen eigenen inneren Kämpfen und äußeren Umständen auseinandersetzt. Seine Handlungen können auf verschiedene Weise interpretiert werden. Einige betrachten ihn als einen tragischen Helden, eine edle Figur, die aufgrund eines fatalen Fehlers in Ungnade fällt, während andere ihn als einen unverbesserlichen Bösewicht betrachten, der von Gier und Ehrgeiz zerfressen wird. Letztendlich hängt die Interpretation von Macbeths Charakter von der Perspektive und Analyse des Stücks durch den Einzelnen ab.