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Was sind die Merkmale des Dramas im elisabethanischen Zeitalter?

Merkmale des Dramas im elisabethanischen Zeitalter

Die elisabethanische Ära, auch bekannt als das Goldene Zeitalter des englischen Theaters, war eine Zeit großer Blüte und Innovation in der dramatischen Literatur. Hier sind einige der Merkmale des Dramas dieser Zeit:

1. Schwerpunkt auf Sprache: Das elisabethanische Drama war für seinen reichen und beredten Sprachgebrauch bekannt. Dramatiker wie Shakespeare, Marlowe und Jonson demonstrierten ihre Beherrschung der Sprache durch komplizierte Wortspiele, Metaphern und lebendige Bilder.

2. Historische und legendäre Handlungen: Viele elisabethanische Stücke ließen sich von historischen Ereignissen, legendären Erzählungen und der klassischen Mythologie inspirieren. Beispielsweise basieren Shakespeares „Julius Caesar“ und Marlowes „Doktor Faustus“ auf historischen bzw. legendären Charakteren.

3. Verwendung von Leerversen: Leere Verse waren ein herausragendes poetisches Versmaß im elisabethanischen Drama. Der ungereimte jambische Pentameter gab den Stücken einen natürlichen sprachähnlichen Rhythmus und ermöglichte den poetischen Ausdruck.

4. Charakterentwicklung: Elisabethanische Dramatiker befassten sich eingehend mit der Charakterentwicklung und schufen komplexe und mehrdimensionale Figuren. Insbesondere Shakespeare zeichnete sich dadurch aus, dass er Charaktere mit psychologischer Tiefe und inneren Konflikten darstellte.

5. Einbeziehung von Humor: In elisabethanischen Theaterstücken gab es oft humorvolle Momente, von Slapstick-Komödien bis hin zu witzigen Wortspielen. Diese komödiantischen Elemente bildeten einen Ausgleich zu den ernsteren und tragischeren Aspekten der Stücke.

6. Theaterspektakel: Die elisabethanische Bühne war für ihre aufwändigen Bühnenbilder, Kostüme und Spezialeffekte bekannt. Schauspielhäuser wie The Globe präsentierten große Spektakel und visuelle Elemente, um die Einbindung des Publikums zu steigern.

7. Einfluss der italienischen Renaissance: Das elisabethanische Drama wurde von den Ideen und der Ästhetik der italienischen Renaissance beeinflusst, insbesondere in den Bereichen der pastoralen und romantischen Komödie.

8. Vertretung sozialer Belange: Elisabethanische Theaterstücke spiegelten oft zeitgenössische gesellschaftliche Themen wider, wie etwa Klassenhierarchien, Geschlechterrollen und die Natur von Gerechtigkeit und Rache.

9. Beliebtheit der Lord Chamberlain's Men: Die Lord Chamberlain's Men, später bekannt als The King's Men, waren eine renommierte Schauspieltruppe, zu der auch Shakespeare als Dramatiker und Schauspieler gehörte. Ihre Auftritte machten das elisabethanische Drama bekannt.

10. Entstehung des modernen Theaters: Die elisabethanische Ära markierte die Gründung dauerhafter Theaterstätten wie The Globe, wo regelmäßig Theaterstücke für das öffentliche Publikum aufgeführt wurden. Damit wurde der Grundstein für das moderne Theater, wie wir es kennen, gelegt.

Insgesamt war das elisabethanische Drama ein lebendiges und vielfältiges Genre, das mit Sprache, Charakterisierung und Theatertechniken experimentierte und einen unauslöschlichen Eindruck in der englischen Literatur und Theatergeschichte hinterließ.

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