1. Die Warnung des Wahrsagers:
- Ein Wahrsager warnt Caesar, „sich vor den Iden des März zu hüten“ (Akt 1, Szene 2), was seine Ermordung ankündigt.
2. Calpurnias Traum:
- Caesars Frau Calpurnia hat einen prophetischen Traum, in dem sie sieht, wie Caesars Statue Blut spuckt und Römer ihre Hände darin baden (Akt 2, Szene 2). Dieser Traum dient als Vorbote von Caesars bevorstehendem Untergang.
3. Der Geist von Cäsar:
- Nach seiner Ermordung erscheint Brutus Caesars Geist und warnt ihn vor den Konsequenzen seiner Taten. Die Anwesenheit des Geistes erzeugt bei Brutus eine Atmosphäre der Schuld und Reue (4. Akt, 3. Szene).
4. Omen und Zeichen:
- Im gesamten Stück gibt es Hinweise auf ungewöhnliche Naturereignisse, wie das Auftauchen einer Löwin in den Straßen Roms und ein seltsames Feuer am Himmel. Diese Zeichen werden als Vorboten einer drohenden Katastrophe gedeutet.
Die Verwendung übernatürlicher Elemente in Julius Cäsar verstärkt das Gefühl der Tragödie und des drohenden Untergangs. Diese übernatürlichen Ereignisse erwecken das Gefühl, dass kosmische Kräfte im Spiel sind, die Handlungen der Charaktere beeinflussen und den unvermeidlichen Untergang Caesars und der Verschwörer ahnen. Sie verleihen dem Stück eine geheimnisvolle und spannungsgeladene Ebene, fesseln die Fantasie des Publikums und verstärken die dramatische Wirkung der Ereignisse auf der Bühne.