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Warum ist Macbeth in dem Stück gezwungen, Menschen zu töten?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Macbeth sich in dem Stück dazu genötigt fühlt, Menschen zu töten. Hier sind einige Schlüsselfaktoren, die zu seinem Handeln beitragen:

1. Ehrgeiz und die Prophezeiung:

Macbeths Ehrgeiz ist die treibende Kraft hinter seinem Handeln. Nach der Begegnung mit den drei Hexen, die voraussagen, dass er König werden wird, wird Macbeth von seinem Verlangen nach Macht überwältigt. Er ist von der Prophezeiung besessen und glaubt, dass die Tötung von König Duncan für seinen Aufstieg auf den Thron notwendig sei.

2. Einfluss von Lady Macbeth:

Lady Macbeth spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Ambitionen ihres Mannes. Sie manipuliert und ermutigt ihn unerbittlich, einen Mord zu begehen, mit dem Argument, dass dies der einzige Weg sei, sich die Krone zu sichern. Lady Macbeths Überredungen und Verspottungen spielen eine entscheidende Rolle bei Macbeths Abstieg in die Dunkelheit.

3. Angst und Schuld:

Nachdem er Duncan ermordet hat, verspürt Macbeth überwältigende Schuldgefühle und Angst. Diese Emotionen verfolgen ihn und führen zu Paranoia und dem verzweifelten Bedürfnis, jeden zu eliminieren, der eine Bedrohung für seine Position darstellt. Macbeth gerät in einen Kreislauf der Gewalt, da er immer mehr Menschen tötet, um sich zu schützen.

4. Verlust der Moral:

Während Macbeth seinen Weg des Mordes fortsetzt, verliert er allmählich seinen moralischen Kompass. Je mehr er tötet, desto weniger Reue empfindet er und desto mehr rechtfertigt er seine Taten als notwendig für sein eigenes Überleben. Seine moralischen Grenzen verschwinden und er wird ohne zu zögern in der Lage, abscheuliche Taten zu begehen.

5. Psychischer Zusammenbruch:

Macbeths Handlungen beeinträchtigen seinen Geisteszustand und führen zu einem völligen psychischen Zusammenbruch. Er halluziniert, erlebt Visionen des Geistes von Banquo und löst sich zunehmend von der Realität. Seine seelische Qual treibt ihn zu noch extremeren und verzweifelteren Gewalttaten.

6. Verderblicher Einfluss der Macht:

Während Macbeth an der Macht festhält, wird er durch ihre berauschende Wirkung korrumpiert. Er glaubt, dass er unbesiegbar und über den Folgen seiner Verbrechen erhaben ist. Der Sinn für Macht führt dazu, dass er voreilige Entscheidungen trifft und bei der Beseitigung potenzieller Bedrohungen rücksichtsloser vorgeht.

7. Mangel an Erlösung:

Im Gegensatz zu vielen tragischen Helden Shakespeares findet Macbeth keine Gelegenheit zur Erlösung. Seine Schuldgefühle und Schamgefühle verschlingen ihn, und schließlich erliegt er seinem eigenen Ehrgeiz und seiner Paranoia, was zu seinem Untergang führt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Macbeths Zwang zum Töten auf seinen Ehrgeiz, den Einfluss von Lady Macbeth, Schuldgefühle und Angst, moralischen Verlust, psychologischen Zusammenbruch, den korrumpierenden Einfluss der Macht und das Fehlen von Erlösung zurückzuführen ist. Diese Faktoren tragen zu seinem Untergang bei und machen ihn zu einer tragischen Figur, die, einst ein edler Krieger, von seinen eigenen Wünschen verzehrt wird und sich schließlich selbst zerstört.

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