Das selbstgemachte Bild des Gangsters:
Der Gangster stammt oft aus verarmten oder marginalisierten Verhältnissen und ist von dem Wunsch getrieben, mit illegitimen Mitteln Erfolg und Unabhängigkeit zu erlangen. Sie leben nach ihren eigenen Regeln und Werten und lehnen gesellschaftliche Normen und Zwänge ab. Sie sehen sich als robuste Individuen, frei von sozialen Hierarchien und niemandem verpflichtet.
Die sozialen Kräfte, die einschränken:
Allerdings wird das Streben des Gangsters nach Autonomie ständig durch die größeren sozialen Strukturen und Institutionen in Frage gestellt. Die Polizei, das Gesetz, gesellschaftliche Erwartungen und sogar ihre eigenen kriminellen Organisationen schränken ihre Freiheit und Autonomie ein. Sie geraten in ein Netz sozialer Kräfte, das sie nicht vollständig kontrollieren oder dem sie entkommen können.
Das tragische Ergebnis:
Der Konflikt zwischen dem selbst geschaffenen Bild der Unabhängigkeit des Gangsters und den überwältigenden gesellschaftlichen Kräften, die ihn einschränken, führt zu einem tragischen Dilemma. Trotz ihrer Bemühungen, ihre Autonomie durchzusetzen, werden sie letztlich von der Gesellschaft, die sie herausfordern wollten, besiegt und zerstört. Dieser Konflikt bildet die Grundlage für das tragische Heldentum des Gangsters.
Warshow argumentiert, dass dieses Dilemma tief in der amerikanischen Psyche und beim amerikanischen Publikum Anklang findet. Die Öffentlichkeit ist von der Rebellion und dem Außenseiterstatus des Gangsters angezogen, erkennt aber auch die Selbstzerstörung seines Weges. Der Gangster wird zum Symbol für die Spannung zwischen individueller Freiheit und sozialer Ordnung.