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Warum wurde Melodram entwickelt?

Das Melodrama entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer beliebten Unterhaltungsform, insbesondere in der Arbeiterklasse. Es entstand als Reaktion auf die ernsteren und raffinierteren Stücke, die in traditionellen Theatern beliebt waren. Hier sind einige Gründe, warum sich das Melodram entwickelte:

1. Emotionale Anziehungskraft :Melodram nutzte die Emotionen des Publikums und zeigte stark übertriebene Charaktere, Situationen und Konflikte. Diese Stücke waren für ihre emotionale Intensität bekannt, mit klaren Unterscheidungen zwischen Gut und Böse und den Charakteren, die ihre Gefühle hemmungslos zum Ausdruck brachten.

2. Sensationalität :Melodramen enthielten sensationelle Elemente, um das Publikum zu fesseln. Zu diesen Elementen gehörten bösartige Charaktere, Mädchen in Not, spannende Rettungsaktionen, plötzliche Wendungen in der Handlung und moralische Lehren. Die Sensationslust bot eine Flucht vor den alltäglichen Realitäten des Alltags.

3. Einfachheit der Handlung :Melodramen präsentierten einfache und unkomplizierte Handlungen, die für das Publikum leicht zu verstehen waren. Sie folgten oft einer formelhaften Struktur mit einer klaren moralischen Botschaft am Ende, was sie für ein breites Publikum attraktiv machte.

4. Barrierefreiheit :Melodramen wurden an beliebten Veranstaltungsorten wie Musikhallen, Jahrmärkten und eigens dafür errichteten Theatern aufgeführt. Diese Theater richteten sich an die Arbeiterklasse und boten erschwingliche Unterhaltungsmöglichkeiten.

5. Katharsis und Eskapismus :Melodramen boten dem Publikum die Möglichkeit zur Katharsis, indem es ihm ermöglichte, eine Reihe von Emotionen zu erleben und seinen eigenen Problemen vorübergehend zu entfliehen. Die Stücke vermittelten oft ein Gefühl von Gerechtigkeit und moralischer Vergeltung, das beim Publikum der Arbeiterklasse Anklang fand.

6. Sozialer Kontext :Melodramen spiegelten die sozialen Probleme und Anliegen der Zeit wider. Sie befassten sich mit Themen wie sozialer Klasse, Geschlechterrollen, Armut und wirtschaftlicher Ungleichheit und boten der Arbeiterklasse die Möglichkeit, ihre Hoffnungen, Ängste und Sehnsüchte auszudrücken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Melodram zu einer beliebten Unterhaltungsform entwickelte, die das Publikum der Arbeiterklasse ansprach. Es kombinierte emotionale Intensität, Sensationslust, Einfachheit der Handlung, Zugänglichkeit und einen Fokus auf soziale Themen, bot Katharsis und Eskapismus und spiegelte gleichzeitig den sozialen Kontext des 19. Jahrhunderts wider.

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