Melodrama entwickelte sich im 17. Jahrhundert als eine Form der Theaterunterhaltung, bei der dramatische Musik und übertriebene Schauspielerei eingesetzt wurden, um beim Publikum starke Emotionen hervorzurufen. Frühe Melodramen beinhalteten oft Lieder, Tänze und aufwendige Bühneneffekte.
Im 19. Jahrhundert wurde Melodram auch in anderen Unterhaltungsformen wie Romanen, Kurzgeschichten und Filmen populär. In melodramatischen Werken geht es typischerweise um einen Konflikt zwischen Gut und Böse, mit klar umrissenen Helden und Bösewichten. Die Helden sind normalerweise tugendhaft und aufopferungsvoll, während die Bösewichte rücksichtslos und gerissen sind. Die Handlungen beinhalten oft Romantik, Abenteuer und Mysterium.
Melodramen werden oft als ungekünstelt und oberflächlich kritisiert, können aber durchaus auch unterhaltsam sein. Das Genre ist auch heute noch in Filmen, Fernsehsendungen und Seifenopern beliebt.
Zu den berühmtesten Melodramen gehören:
* Romeo und Julia (Stück von William Shakespeare, 1597)
* Lady Audleys Geheimnis (Roman von Mary Elizabeth Braddon, 1862)
* Die Leiden des jungen Werther (Roman von Johann Wolfgang von Goethe, 1774)
* Vom Winde verweht (Roman von Margaret Mitchell, 1936)
* Casablanca (Film, 1942)
* Titanic (Film, 1997)