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Wie denkt der Erzähler über Jennie?

Der Erzähler der Kurzgeschichte „The Flowers“ von Alice Walker empfindet komplexe und widersprüchliche Gefühle gegenüber Jennie, einer jungen Afroamerikanerin, die während der Jim-Crow-Ära als Dienstmädchen für die Familie des Erzählers arbeitet. Hier sind einige wichtige Aspekte der Gefühle des Erzählers gegenüber Jennie:

1. Empathie und Verständnis: Der Erzähler erkennt die Nöte und Ungerechtigkeiten, denen Jennie aufgrund ihrer Rasse und ihres sozioökonomischen Status ausgesetzt ist. Sie hat Verständnis für Jennies Situation und die Einschränkungen, die ihr durch die diskriminierende Gesellschaft auferlegt werden.

2. Schuld und Scham: Die Erzählerin fühlt sich schuldig wegen der privilegierten Stellung ihrer Familie im Vergleich zu Jennie. Sie schämt sich für die Art und Weise, wie ihre Familie Jennie behandelt, sie als bloße Dienerin missachtet und ihre Menschlichkeit und Würde nicht anerkennt.

3. Ungelöste Konflikte: Die Erzählerin erlebt interne Konflikte hinsichtlich ihrer Gefühle für Jennie. Einerseits liegt ihr Jennies Wohlergehen wirklich am Herzen und sie verachtet den Rassismus, den Jennie erlebt. Andererseits ist sie aufgrund ihrer eigenen gesellschaftlichen Konditionierung und Angst vor Ausgrenzung nicht in der Lage, die Vorurteile ihrer Familie direkt in Frage zu stellen.

4. Wunsch nach Verbindung: Trotz der durch gesellschaftliche Normen und Erwartungen auferlegten Barrieren sehnt sich der Erzähler nach einer tieferen Verbindung zu Jennie. Sie fühlt sich von Jennies Stärke und Entschlossenheit angezogen und erkennt, dass beide gemeinsame Erfahrungen als Frauen haben.

5. Emotionale Distanz: Die Erzählerin wahrt trotz ihrer Empathie emotionale Distanz zu Jennie. Diese Distanz ist ein Produkt der kulturellen und rassischen Spaltungen der Zeit, die jede authentische Interaktion zwischen ihnen verhinderten.

6. Erkenntnis der Ungerechtigkeit: Im Verlauf der Geschichte wird das Verständnis des Erzählers für die Ungerechtigkeit der gesellschaftlichen Strukturen klarer. Sie beginnt, den ungerechten Status quo in Frage zu stellen, was schließlich dazu führt, dass sie erwacht und die rassistische Denkweise ihrer Familie ablehnt.

7. Wachstum und Transformation: Durch ihre Interaktionen mit Jennie durchläuft die Erzählerin eine transformative Reise. Ihre sich entwickelnden Gefühle und Perspektiven ebnen ihr den Weg, die Vorurteile ihrer Familie in Frage zu stellen und ein tieferes Gefühl von Mitgefühl, Verständnis und Solidarität zu entwickeln.

Insgesamt sind die Gefühle des Erzählers gegenüber Jennie eine komplexe Mischung aus Mitgefühl, Schuldgefühlen, dem Wunsch nach Verbindung und emotionaler Distanz. Ihre Gefühle spiegeln die größeren sozialen und rassischen Spannungen der Zeit wider und veranschaulichen die Schwierigkeiten, mit denen Einzelpersonen konfrontiert waren, sich in einer Gesellschaft voller Ungleichheit und Ungerechtigkeit zurechtzufinden.

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