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Basierte der Film „Gangs of New York“ auf wahren Begebenheiten?

Der Film „Gangs of New York“ aus dem Jahr 2002 basiert auf dem gleichnamigen Buch von Herbert Asbury aus dem Jahr 1927. Asburys Buch ist ein historischer Bericht über die realen Banden, die Mitte des 19. Jahrhunderts in New York City operierten, insbesondere über die Konflikte zwischen irischen Einwanderern und einheimischen Protestanten. Die Verfilmung lässt sich bei den historischen Ereignissen einige kreative Freiheiten, folgt aber im Großen und Ganzen den Grundzügen von Asburys Buch.

Eine der bemerkenswertesten Änderungen für den Film ist die Figur von William „Bill the Butcher“ Cutting, gespielt von Daniel Day-Lewis. Obwohl Cutting eine echte historische Figur war, war er nicht so prominent oder einflussreich, wie er im Film dargestellt wird. Der Charakter von Bill the Butcher erhielt außerdem eine komplexere und sympathischere Hintergrundgeschichte als im Originalbuch.

Der Film vereinfacht auch einige der komplexen sozialen und politischen Themen, die Mitte des 19. Jahrhunderts eine Rolle spielten. Der Film geht beispielsweise nicht sehr detailliert auf die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den irischen Einwanderern und den einheimischen Protestanten oder die damals grassierende politische Korruption ein.

Trotz dieser Veränderungen ist „Gangs of New York“ immer noch eine relativ genaue Darstellung der realen Ereignisse, die ihn inspiriert haben. Dem Film gelingt es hervorragend, die Atmosphäre des New York City Mitte des 19. Jahrhunderts einzufangen, und er bietet einen Einblick in das Leben der Männer und Frauen, die zu dieser Zeit und an diesem Ort lebten.

Drama

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