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Warum sagt Hamlet, Dänemark sei ein Gefängnis?

Hamlet bezeichnet Dänemark in William Shakespeares Stück „Hamlet“ aus mehreren Gründen als Gefängnis:

1. Politische und soziale Korruption: Hamlet sieht das dänische Gericht als korrupt und unterdrückerisch an. Um den Thron zu besteigen, hat König Claudius seinen Bruder, Hamlets Vater, ermordet. Das Gericht ist voller Täuschungen und Intrigen und Hamlet fühlt sich in einem System gefangen, das er nicht ändern kann. Er drückt seine Frustration und seinen Fluchtwunsch aus, indem er Dänemark mit einem „Gefängnis“ vergleicht.

2. Moralischer Verfall und Heuchelei: Hamlet ist empört über den moralischen Verfall, den er in der dänischen Gesellschaft sieht. Er beobachtet die Heuchelei und Oberflächlichkeit der Gerichtsmitglieder und fühlt sich in seinem Streben nach Wahrheit und Gerechtigkeit isoliert und allein. Er nutzt die Metapher eines Gefängnisses, um sein Gefühl der Gefangenschaft in einer moralisch bankrotten Gesellschaft auszudrücken.

3. Eingeschränkte Auswahl und Einschränkungen: Hamlet fühlt sich während des gesamten Stücks in seinen Handlungen und Entscheidungen eingeschränkt. Er ist verpflichtet, den Tod seines Vaters zu rächen, kämpft aber auch mit moralischen Dilemmata und Unsicherheiten über die richtige Vorgehensweise. Das Gefühl, in einem Kreislauf aus Gewalt und Vergeltung gefangen zu sein, trägt zu seiner Wahrnehmung von Dänemark als Gefängnis bei.

4. Psychologische Inhaftierung: Hamlet erlebt aufgrund seiner Trauer, Schuldgefühle und existenziellen Überlegungen ein tiefes Gefühl psychologischer Gefangenschaft. Er beschäftigt sich mit Fragen über Leben, Tod und den Sinn der Existenz. Die Last seiner Gedanken und Gefühle belastet ihn und gibt ihm das Gefühl, in seinem eigenen Kopf gefangen zu sein.

5. Kontrast zu idealistischen Erwartungen: Hamlets Desillusionierung rührt von seiner idealisierten Vorstellung von Dänemark vor dem Tod seines Vaters her. Er erinnert sich an eine Zeit, als das Königreich als Ort des Friedens und des Wohlstands wahrgenommen wurde. Der Kontrast zwischen dieser idealisierten Vergangenheit und dem gegenwärtigen Zustand Dänemarks unterstreicht das Gefühl der Gefangenschaft und Gefangenschaft zusätzlich.

Hamlets Verwendung der Gefängnismetapher spiegelt sein tiefes Gefühl der Verzweiflung, Desillusionierung und der Einschränkungen wider, die ihm durch seine Umstände auferlegt werden. Es dient als kraftvolles Symbol seines Kampfes gegen äußere und innere Kräfte, die seine Freiheit und sein Glück einschränken.

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