Einerseits kann Buffy als starke, unabhängige Frau gesehen werden, die ihr Schicksal oft selbst in die Hand nimmt und sich nicht auf Männer verlässt, um sie zu retten. Sie ist eine geschickte Kämpferin und überlistet häufig ihre Feinde, ob männlich oder weiblich. Darüber hinaus enthält die Serie oft positive Darstellungen männlicher Charaktere, wie Buffys Freunde Xander Harris und Willow Rosenberg, die Buffy und ihre Mission, die Unschuldigen zu schützen, unterstützen.
Auf der anderen Seite argumentieren einige Kritiker, dass „Buffy – Im Bann der Dämonen“ misandristisch sei, weil darin Männer oft in einem negativen Licht dargestellt würden. Beispielsweise sind viele der Bösewichte der Serie männlich und männliche Charaktere werden oft als schwach, inkompetent oder sogar böse dargestellt. Darüber hinaus beschäftigt sich die Show häufig mit Themen wie männlicher Gewalt und der Objektivierung von Frauen.
Ob Buffy – Im Bann der Dämonen ein Misandrist ist, ist letztendlich eine Frage der persönlichen Meinung. Es gibt Beweise, die beide Seiten des Arguments stützen, und jeder Zuschauer kann selbst entscheiden, ob er die Show für misandristisch hält oder nicht.
Es ist wichtig anzumerken, dass der Begriff „Misandrie“ häufig abwertend verwendet wird, um Frauen zu beschreiben, die Männer nicht mögen oder hassen. Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass Misandrie nicht gleichbedeutend mit Feminismus ist. Feminismus ist eine soziale und politische Bewegung, die sich für die Rechte und Gleichberechtigung von Frauen einsetzt, während Frauenfeindlichkeit eine Form von Vorurteilen gegenüber Männern ist. Es ist möglich, dass jemand Feministin ist, ohne Misandristin zu sein, und umgekehrt.