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Wie nutzt John Boyne eine emotionale Sprache, um den Lesern „Der Junge im gestreiften Pyjama“ vorzustellen?

John Boynes Verwendung emotionaler Sprache zu Beginn von „Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist entscheidend, um den Leser sofort zu fesseln und den Ton für die Geschichte festzulegen. So geht's:

1. Einfache, eindrucksvolle Sprache:

* „Bruno war neun Jahre alt, als die Welt auf den Kopf gestellt wurde.“ Dieser Eröffnungssatz ist einfach, aber kraftvoll. Die Verwendung von „verkehrt herum“ ruft Bilder von Chaos und Orientierungslosigkeit hervor und vermittelt sofort den Ernst der Situation, mit der Bruno konfrontiert ist.

* „Nicht, dass Bruno wusste, was das bedeutete.“ Dieser einfache Satz offenbart Brunos Unschuld und Naivität. Der Leser empfindet sofort Mitgefühl und Sorge für diesen kleinen Jungen, der sich der Schrecken, die ihm bald widerfahren werden, nicht bewusst ist.

2. Sensorische Details:

* „Bruno, der ohne seine Eltern nie sein eigenes Zuhause verlassen hatte, musste in einem Haus ohne Garten, ohne Schaukel, ohne freundliche Bäume leben.“ Diese Beschreibung ruft ein Gefühl von Verlust und Trauer hervor. Das Fehlen vertrauter Annehmlichkeiten unterstreicht den starken Kontrast zwischen Brunos früherem Leben und seiner neuen Realität.

* „Die Wände, die einst mit Bildern von Familie und Freunden geschmückt waren, standen jetzt kahl und kalt.“ Dieses Detail zeichnet ein lebendiges Bild der Leere und Trostlosigkeit, die Bruno ertragen muss. Die Bilder rufen ein Gefühl der Einsamkeit und emotionalen Kälte hervor und erzeugen beim Leser ein Gefühl der Vorahnung.

3. Verwendung der Personifizierung:

* „Das Haus schien den Atem anzuhalten.“ Die Personifizierung des Hauses erzeugt ein Gefühl von Spannung und Unbehagen. Es deutet darauf hin, dass sich das Haus selbst der Schrecken bewusst ist, die sich ereignen, was die beunruhigende Atmosphäre noch verstärkt.

4. Kontrast und Gegenüberstellung:

* „Bruno musste in einem Haus ohne Garten, ohne Schaukel, ohne freundliche Bäume leben … Er musste in einem Haus leben, das wie ein Gefängnis aussah, mit Stacheldrahtzäunen und Soldaten, die draußen auf und ab marschierten.“ Diese Gegenüberstellung zwischen Brunos Sehnsucht nach einfachen Freuden und der harten Realität seiner neuen Umgebung verdeutlicht den krassen Unterschied zwischen seinen Erwartungen und seiner Realität. Es unterstreicht das Gefühl des Verlusts und der Gefangenschaft, das Bruno empfindet.

5. Empathie aufbauen:

* „Er wünschte, er hätte einen Hund zum Spielen, eine Katze zum Jagen oder einen Freund zum Reden.“ Diese einfache Zeile weckt ein Gefühl von Einsamkeit und Sehnsucht. Der Leser identifiziert sich mit Brunos Wunsch nach Kameradschaft und Normalität und baut so weiter Empathie für seine Situation auf.

Durch die sorgfältige Auswahl seiner Worte und Bilder vermittelt Boyne wirkungsvoll die Auswirkungen der Ereignisse auf Brunos Leben und erzeugt ein Gefühl von Unbehagen und Vorfreude, das den Leser in die Geschichte hineinzieht. Dieser geschickte Einsatz emotionaler Sprache bereitet die Bühne für eine kraftvolle Erzählung, die Themen wie Unschuld, Unwissenheit und die verheerenden Folgen von Vorurteilen untersucht.

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