1. Vorwissen über die Tragödie:Das Publikum weiß, dass der Kirschgarten verkauft werden soll und dass die Charaktere, wie Ranevskaya, sich dieser bevorstehenden Katastrophe nicht bewusst sind. Dieses Wissen erzeugt ein Gefühl der Angst und Vorfreude.
2. Missverständnisse und Fehlkommunikation:Tschechow nutzt Missverständnisse und Fehlkommunikation, um die Spannungen zu verstärken. Charaktere wie Lopakhin und Trofimov drücken beispielsweise ihre Gefühle und Ideen aus, werden jedoch von anderen oft missverstanden oder abgetan, was zu Frustration und Konflikten führt.
3. Verborgene Gefühle und innere Kämpfe:Die Charaktere verbergen oft ihre wahren Gefühle und Kämpfe voreinander. Dieses Vorenthalten von Informationen und das Vorhandensein von Geheimnissen tragen zum Aufbau von Spannung und dem Gefühl bei, dass gleich etwas ausbrechen wird.
4. Vorahnungen:Der Autor verwendet subtile Hinweise und Vorahnungen, um das unausweichliche Schicksal der Charaktere und ihrer Welt anzudeuten. Beispielsweise dient das Geräusch des Fällens von Bäumen in der Ferne als unheilvolle Erinnerung an die drohende Zerstörung des Kirschgartens.
5. Ungelöste Konflikte:Tschechow lässt bestimmte Konflikte ungelöst, was für Spannung sorgt. Das Schicksal von Charakteren wie Anya und Trofimov bleibt ungewiss und lässt das Publikum über ihre Zukunft rätseln.
Diese Fälle dramatischer Ironie erhöhen die Spannung im Stück, indem sie eine Lücke zwischen dem, was das Publikum weiß, und dem, was die Charaktere wissen, schaffen. Das Publikum erhält Informationen, die den Charakteren nicht bewusst sind, was zu einem Gefühl der Vorahnung und Unsicherheit führt, das die Handlung vorantreibt.