Im Theaterstück „Romeo und Julia“ zum Beispiel weiß das Publikum, dass Romeo und Julia beide ineinander verliebt sind und dass ihre Familien ihre Beziehung niemals gutheißen werden. Dieses Wissen erzeugt ein Gefühl dramatischer Ironie, wenn das Publikum zusieht, wie die beiden Charaktere Entscheidungen treffen, die letztendlich zu ihrem Tod führen.
Dramatische Ironie kann auch zur Erzeugung von Humor eingesetzt werden. Im Film „Die Braut des Prinzen“ zum Beispiel weiß das Publikum, dass die Figur Fezzik ein Riese ist, die Figur Inigo jedoch nicht. Dies führt zu einer Reihe humorvoller Szenen, in denen Inigo versucht, gegen Fezzik zu kämpfen, ohne zu bemerken, wie groß er ist.
Dramatische Ironie ist ein mächtiges Werkzeug, mit dem sich in dramatischen Werken vielfältige Effekte erzielen lassen. Es kann Spannung, Spannung und Humor erzeugen und auch dazu beitragen, die inneren Gedanken und Motivationen der Charaktere offenzulegen.