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Wo liegt in Romeo und Julia ein erbärmlicher Trugschluss?

Pathetischer Trugschluss ist ein literarisches Mittel, bei dem menschliche Emotionen oder Eigenschaften unbelebten Objekten oder der Natur zugeschrieben werden. Shakespeare nutzt in Romeo und Julia einen erbärmlichen Trugschluss, um den emotionalen Zustand der Charaktere widerzuspiegeln oder zu verstärken. Hier sind einige Beispiele für einen erbärmlichen Irrtum im Stück:

1. Prolog :

- „Schwarz und unheilvoll muss sich dieser Humor erweisen, / Aus den tödlichen Lenden dieser beiden Feinde / Ein Liebespaar, das unter dem Stern steht, nimmt sich das Leben.“

- Der Prolog lässt das tragische Schicksal von Romeo und Julia ahnen, indem er den Sternen und dem Schicksal menschliche Eigenschaften und Emotionen zuschreibt und es wie eine bösartige Kraft erscheinen lässt, die die Liebenden in die Katastrophe führt.

2. Akt 1, Szene 5 (Romeo und Julias erste Begegnung) :

- „Welches Licht dringt durch das Fenster? / Es ist der Osten, und Julia ist die Sonne.“

- Romeos berühmter Vers, in dem er Julia mit der Sonne vergleicht, unterstreicht seine überwältigende Verliebtheit und sieht sie als Quelle strahlenden Lichts und Wärme, die seine intensiven Gefühle für sie widerspiegelt.

3. Akt 2, Szene 2 (Julias Balkonszene) :

- „Aber sanft, welches Licht dringt da durch das Fenster? / Es ist der Osten, und Julia ist die Sonne.“

- Julia greift Romeos früheren Vergleich auf und zeigt die gegenseitige Anerkennung ihrer Liebe als etwas Strahlendes und Tiefes, wobei Julia die Quelle des Lichts und der Wärme in Romeos Leben ist.

4. Akt 3, Szene 5 (Romeos Verbannung) :

- „Der Himmel ist hier / Wo Julia lebt.“

- Romeo nutzt einen erbärmlichen Trugschluss, um seinen emotionalen Aufruhr nach seiner Verbannung aus Verona auszudrücken. Für ihn macht Julias Anwesenheit Verona zum Himmel und spiegelt den starken Einfluss wider, den sie über seine Gefühle hat.

5. Akt 4, Szene 5 (Julias offensichtlicher Tod) :

- „Oh, sie bringt den Fackeln bei, hell zu brennen!“

- Lord Capulet, der nicht weiß, dass Julia einen Trank genommen hat, um den Tod nachzuahmen, beschreibt Julias Schönheit selbst in ihrem scheinbaren Tod. Die Verwendung eines pathetischen Trugschlusses dient hier dazu, die Tiefe von Julias Schönheit hervorzuheben und ihren Tod noch tragischer zu machen.

6. Akt 5, Szene 3 (Romeos Selbstmord) :

- „Ich trotze euch, Sterne!“

- Romeo, verstört und verzehrt von der Trauer über Julias scheinbaren Tod, trotzt wütend den Sternen und gibt dem Schicksal die Schuld an ihrer tragischen Liebe.

Diese erbärmlichen Irrtümer in Romeo und Julia verstärken die emotionale Wirkung des Stücks, spiegeln die intensiven Gefühle und Turbulenzen der Charaktere wider und betonen die tragischen Folgen ihrer Liebesgeschichte.

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