Das Geschenk :
Nach Macbeths erfolgreicher Thronbesteigung wird er zunehmend paranoid und von Schuldgefühlen geplagt. Um seine Frau zu besänftigen und ihre Position zu stärken, beschließt Macbeth, ihr ein großes und luxuriöses Geschenk zu machen. Er kündigt an, dass er ihr den Titel „Königin von Schottland“ verleihen und ihr die gleiche Autorität und Macht verleihen will wie er.
Die dramatische Ironie :
Die dramatische Ironie dieser Situation ergibt sich aus dem Wissen des Publikums über den wahren Zustand von Macbeth und Lady Macbeth. Während Macbeth glaubt, seiner Frau ein wertvolles und begehrenswertes Geschenk zu machen, ist sich das Publikum bewusst, dass dieser Titel vom Blut von König Duncan und der Schuld, die Macbeth verzehrt, befleckt ist.
Die Verleihung des Titels „Königin von Schottland“ unterstreicht den Kontrast zwischen Macbeths Wahrnehmung der Krone als Symbol für Ruhm und Macht und dem Verständnis des Publikums, dass sie eine Last von Schuld und Reue ist. Die Diskrepanz zwischen Macbeths Absichten und der dem Publikum bekannten Realität erzeugt ein Gefühl dramatischer Ironie.