Eine der bedeutendsten Auswirkungen von Ngugis Inhaftierung war, dass sie ihm eine neue Perspektive auf seine Rolle als Schriftsteller und Künstler eröffnete. Er erkannte, dass er die Verantwortung hatte, seine Arbeit dazu zu nutzen, sich gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung auszusprechen, und er engagierte sich mehr dafür, politisch engagierte und gesellschaftlich relevante Literatur zu schreiben. Seine Gefängniserfahrungen führten ihn auch dazu, neue literarische Formen wie das Gefängnistagebuch und den Briefroman zu erforschen, die es ihm ermöglichten, seine Gedanken und Gefühle direkter und persönlicher auszudrücken.
Ngugis Inhaftierung hatte nicht nur Auswirkungen auf seinen literarischen Stil und Inhalt, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf seinen Ruf und sein Vermächtnis als Schriftsteller. Seine Zeit im Gefängnis machte ihn zu einem Symbol des Widerstands und des Trotzes, und seine Arbeit wurde sowohl in Kenia als auch international noch mehr gelesen und geschätzt. Seine Inhaftierung trug auch dazu bei, das Bewusstsein für die politische Situation in Kenia zu schärfen und trug zur internationalen Solidaritätsbewegung bei, die schließlich zu seiner Freilassung führte.
Insgesamt hatte die Inhaftierung von Ngugi wa Thiong'o sowohl persönlich als auch künstlerisch einen transformierenden Einfluss auf ihn. Es prägte seine Weltanschauung, vertiefte sein Engagement für soziale Gerechtigkeit und veranlasste ihn, einige seiner kraftvollsten und einflussreichsten literarischen Werke zu produzieren.