Es entstand als Ergebnis der Mischung der damals vorherrschenden afroamerikanischen Rhythm-and-Blues- und Popmusik-Einflüsse. Es ist nach dem unverwechselbaren Stil benannt, bei dem Sänger die unsinnigen Silben „doo-wop“ als Hintergrundgesang verwendeten, um die musikalischen Räume in ihren Liedern zu füllen.
In Philadelphia entstand Doo-Wop innerhalb einer städtischen Straßenecken- und Schulhof-Gesangskultur, die von afroamerikanischen Gesangsgruppen angeführt wurde. Bemerkenswerte Beispiele früher Doo-Wop-Gruppen sind The Orioles, The Cadillacs und The Marcels. Mittlerweile entwickelte sich eine New-York-Variante, die einen glatten „City-Sound“ betonte. Dieses Subgenre, bekannt als East Coast Doo-Wop oder New York Doo-Wop, umfasst prominente Künstler wie The Valentines, Dion and the Belmonts und Frankie Lymon and the Teenagers.
In den späten 1950er und frühen 1960er Jahren erlebte Doo-Wop sowohl enorme künstlerische Erfolge als auch kommerziellen Erfolg. Zahlreiche Doo-Wop-Hits schafften es in den gesamten Vereinigten Staaten in die Musik-Charts und durchbrachen dabei häufig die im Popmusikbereich bestehenden Rassenbarrieren. Songs wie „Sh-Boom“ von The Crew-Cuts und „In the Still of the Night (I’ll Remember)“ von The Five Satins erlangten aufgrund ihrer eingängigen Melodien und ergreifenden Texte großen Ruhm.