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Sollen die Lahmen zuerst durch Flannery-Charaktere eintreten?

Es ist schwierig, definitiv zu sagen, welche Flannery O'Connor-Charaktere den Satz „Die Lahmen werden zuerst eintreten“ am ehesten verkörpern würden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, je nachdem, wie wir „lahm“ und „zuerst eintreten“ interpretieren.

Hier sind einige Optionen und warum sie möglicherweise zur Beschreibung passen:

* Der Außenseiter: Diese ikonische Figur aus „Ein guter Mann ist schwer zu finden“ wird oft im metaphorischen Sinne als Repräsentant des „Lahmen“ angesehen. Er ist geistig verkrüppelt, ohne Mitgefühl und ohne Sinn für Moral. Er könnte „als Erster eintreten“ in dem Sinne, dass er der Erste ist, der einen Moment der Gnade oder der Erkenntnis seiner eigenen Sündhaftigkeit erlebt, obwohl es fraglich ist, ob er diese wirklich annimmt.

* Die Großmutter: Obwohl sie körperlich nicht lahm ist, ist sie durch ihre Eitelkeit und Egozentrik geistig gelähmt. Ihre anfängliche Blindheit gegenüber ihren eigenen Fehlern und den Gefahren ihres Handelns könnte als eine Form von „Lahmheit“ angesehen werden. Ihre schließliche Akzeptanz ihres Schicksals und die Erkenntnis, dass sie tatsächlich „eine gute Frau“ ist, könnte als ihr „Zuersteintritt“ in einen Zustand der Gnade oder des Bewusstseins interpretiert werden.

* Hulga (Joy) aus „Good Country People: Hulga verkörpert sowohl körperliche als auch geistige Lahmheit. Sie ist körperlich behindert, aber auch gelähmt durch ihren intellektuellen Stolz und ihre zynische Einstellung. Ihre Begegnung mit Manley Pointer, einem Betrüger, der sich als Bibelverkäufer ausgibt, könnte als eine Art „Zuersteintritt“ in einen Zustand der Verletzlichkeit und des Potenzials für Veränderung angesehen werden. Die Zweideutigkeit des Endes lässt jedoch Interpretationsspielraum, ob Hulga ihre Erfahrung wirklich akzeptiert oder in ihrem Stolz gefangen bleibt.

* Das Kind in „Revelation: „Dieses Kind, das ein vernichtendes Urteil über die Protagonistin, Frau Turpin, fällt, könnte als Repräsentantin der „Lahmheit“ angesehen werden. Die ungeschminkte Perspektive des Kindes stellt die bequemen Annahmen von Frau Turpin in Frage und zwingt sie, sich mit ihren eigenen Vorurteilen und Heuchelei auseinanderzusetzen. Dies könnte so gesehen werden, als ob das Kind „zuerst“ in einen Zustand moralischen Bewusstseins eintritt, während Frau Turpin mit den Auswirkungen ihrer eigenen „Lahmheit“ kämpft.

Letztendlich hängt die Interpretation von „Lahm soll zuerst eintreten“ davon ab, wie wir Flannery O'Connors Charaktere und ihre Reisen lesen. O'Connor präsentiert oft Charaktere, die sich mit Fragen des Glaubens, der Gnade und der menschlichen Verfassung auseinandersetzen, und macht die Frage, wer „zuerst eintritt“ und was sie betreten, zu einer komplexen und offenen Frage.

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