1. Berichterstattung über Kreons Erlass: Der Bote ist derjenige, der Antigone und Ismene über Kreons Erlass informiert, der die Beerdigung von Polyneikes verbietet. Dies bereitet die Bühne für den Konflikt, der das Stück antreibt, und unterstreicht Antigones Missachtung des Gesetzes.
2. Enthüllung der Beerdigung von Polyneikes: Nachdem Antigone wegen der Beerdigung ihres Bruders verhaftet wird, überbringt der Bote Kreon die Nachricht und bestätigt, dass jemand seinen Befehlen missachtet und die verbotene Tat begangen hat.
3. Beschreibung des Tatorts von Antigones Verhaftung: Der Bote liefert einen anschaulichen Bericht über die Szene, in der Antigone dabei ertappt wird, wie sie Trankopfer ausgießt und Staub über den Körper des Polyneikes streut, und gibt dem Publikum einen Einblick aus erster Hand in die Ereignisse, die zu ihrer Gefangennahme führten.
4. Das Schicksal von Haemon aufdecken: Der Bote ist der Überbringer einer tragischen Nachricht, als er Kreon von Haemons Selbstmord berichtet. Dieses verheerende Ereignis verschärft die emotionale Belastung des Stücks und unterstreicht die schlimmen Folgen von Kreons Handeln.
5. Bereitstellung des Kontexts für Kreons Umkehrung: Der Bericht des Boten über die Prophezeiungen und Warnungen des blinden Propheten Teiresias veranlasst Kreon, seine Haltung zu überdenken. Teiresias‘ Einsichten und die möglichen göttlichen Konsequenzen von Kreons Handeln spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung von Kreons letztendlichem Sinneswandel.
Insgesamt dient der Bote in Antigone als Quelle entscheidender Informationen, die die Handlung vorantreiben und dramatische Spannung erzeugen. Durch die Berichte des Boten erhält das Publikum Einblick in Ereignisse, die über die unmittelbare Bühne hinausgehen, was die Wirkung von Antigones Handlungen und die Konsequenzen, die sich im Laufe des Stücks entfalten, verstärkt.