Freud glaubte, dass der Ödipuskomplex ein normaler Teil der Kindheitsentwicklung sei und dass seine erfolgreiche Lösung für eine gesunde psychologische Entwicklung eines Erwachsenen von wesentlicher Bedeutung sei.
Nach Freud entwickelt sich der Ödipuskomplex typischerweise in den folgenden Stadien :
* Frühe Bindung :In den ersten Lebensjahren entwickeln Kinder eine enge Bindung zu ihren wichtigsten Bezugspersonen, typischerweise ihren Eltern. Diese Bindung ist durch Gefühle der Liebe, Abhängigkeit und des Vertrauens gekennzeichnet.
* Sexuelle Gefühle :Wenn Kinder älter werden, entwickeln sie sexuelle Gefühle gegenüber ihren Eltern. Diese Gefühle äußern sich oft durch liebevolle Verhaltensweisen wie Umarmen und Küssen sowie durch Spielen.
* Eifersucht und Rivalität :Kinder können auch anfangen, eifersüchtig und nachtragend auf den gleichgeschlechtlichen Elternteil zu sein. Dies liegt daran, dass sie diesen Elternteil als Rivalen um die Zuneigung des Elternteils des anderen Geschlechts betrachten.
* Auflösung :Der Ödipuskomplex verschwindet typischerweise im Alter von 5 oder 6 Jahren. Dies geschieht, wenn Kinder erkennen, dass sie nicht in der Lage sind, mit ihren Eltern um die Zuneigung des andersgeschlechtlichen Elternteils zu konkurrieren. Sie beginnen sich auch mit ihrem gleichgeschlechtlichen Elternteil zu identifizieren, was ihnen hilft, ein gesundes Selbstgefühl und eine gesunde Geschlechtsidentität zu entwickeln.
Freud glaubte, dass die erfolgreiche Lösung des Ödipuskomplexes für eine gesunde psychologische Entwicklung eines Erwachsenen von entscheidender Bedeutung sei. Er glaubte, dass Personen, die ihren Ödipuskomplex nicht lösen konnten, psychische Probleme wie Angstzustände, Depressionen oder sexuelle Funktionsstörungen entwickeln würden.