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Wie erklärt Antigone Kreon ihr Handeln?

Antigone erklärt ihr Handeln gegenüber ihrem Onkel Kreon, dem König von Theben, indem sie die moralische und religiöse Pflicht anführt, die sie gegenüber ihrem verstorbenen Bruder Polyneikes empfand. Antigone argumentiert, dass sie gegen das Gesetz verstoßen musste, das die Bestattung von Polyneikes verbot, weil sie durch göttliche und moralische Gesetze verpflichtet war. Sie behauptet, dass die Beerdigung ihres Bruders eine heilige Pflicht sei, die sie selbst angesichts des Erlasses Kreons nicht ignorieren könne.

Antigone präsentiert ihre Argumentation in einer kraftvollen und leidenschaftlichen Rede und betont, dass sie aus einem Gefühl familiärer Liebe und Respekt vor den Göttern gehandelt habe. Sie argumentiert, dass es wichtiger sei, den ungeschriebenen und ewigen Gesetzen der Götter zu gehorchen, als den vorübergehenden, von Menschen geschaffenen Gesetzen eines sterblichen Herrschers zu folgen.

Darüber hinaus beruft sich Antigone auf das Konzept der Gerechtigkeit und argumentiert, dass Kreons Dekret, Polyneikes ein ordnungsgemäßes Begräbnis zu verweigern, ungerecht sei. Sie hebt den Unterschied zwischen menschlichen Gesetzen und den göttlichen Gesetzen der Moral und Religion hervor und betont die Priorität der letzteren. Antigones Trotz beruht auf ihrem starken Sinn für familiäre Loyalität, moralischen Prinzipien und ihrem Glauben an göttliche Vergeltung.

Indem Antigone ihre Handlungen erklärt, stellt sie Kreons absolute Autorität in Frage und wirft Fragen nach den Grenzen der Macht und den moralischen Verpflichtungen auf, die der Einzelne hat, selbst wenn er mit ungerechten oder unterdrückerischen Gesetzen konfrontiert wird.

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