Rezitative werden typischerweise von einer einfachen Instrumentalbegleitung begleitet, beispielsweise einem Continuo oder einem einzelnen Akkordinstrument. Dadurch kann sich der Sänger auf den Text und den Vortrag konzentrieren, ohne von der Begleitung überwältigt zu werden.
Es gibt zwei Haupttypen von Rezitativen:
* Secco-Rezitativ: Diese Art von Rezitativ wird nur von einem Continuo begleitet, das für eine harmonische Unterstützung sorgt. Der Sänger hat mehr Freiheit in Bezug auf Rhythmus und Melodie und kann einen naturalistischeren Vortragsstil verwenden.
* Accompagnato-Rezitativ: Diese Art von Rezitativ wird von einer komplexeren Instrumentalbegleitung begleitet, die für eine reichere harmonische und melodische Textur sorgt. Der Sänger ist in Bezug auf Rhythmus und Melodie eingeschränkter und der Vortragsstil ist lyrischer.
Rezitative werden seit Jahrhunderten in der Musik verwendet und sind ein wesentlicher Bestandteil vieler der größten Opern und Oratorien der Welt. Zu den bekanntesten Beispielen für Rezitative gehören:
* Das Eröffnungsrezitativ von Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“
* Das Rezitativ „Er wurde verachtet und abgelehnt“ aus Händels Oratorium „Messias“
* Das Rezitativ „O Isis und Osiris“ aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“
Rezitative werden weiterhin in der zeitgenössischen Musik verwendet, sowohl in klassischen als auch in populären Genres. Man findet sie in Opern, Musicals, Rockopern und sogar Filmmusiken.