1. Pelzhandel:
Coureurs de bois waren vor allem im Pelzhandel tätig, der im 17. und 18. Jahrhundert ein lukratives Geschäft war. Sie bauten Handelsnetzwerke mit verschiedenen indianischen Gruppen auf und tauschten europäische Waren wie Waffen, Munition, Kessel und Stoff gegen wertvolle Pelze wie Biber, Otter, Nerze und Füchse.
2. Erkundung:
Coureurs de Bois waren oft die ersten Europäer, die die riesigen Gebiete Nordamerikas erkundeten und kartografierten. Sie wagten sich tief in unerforschte Regionen vor, reisten durch dichte Wälder, über Flüsse und über Gebirgszüge und erweiterten so ihr geographisches Wissen der damaligen Zeit. Ihre Erkundungen trugen wesentlich zur Ausweitung der französischen Territorialansprüche in Nordamerika bei.
3. Diplomatie und kultureller Austausch:
Coureurs de Bois spielten eine entscheidende Rolle beim Aufbau diplomatischer Beziehungen zu den Indianerstämmen. Sie lernten einheimische Sprachen und Bräuche und bauten enge Beziehungen zu indigenen Gemeinschaften auf, bildeten oft Allianzen und pflegten Handelspartnerschaften. Dieser kulturelle Austausch erleichterte die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Franzosen und den amerikanischen Ureinwohnern.
4. Sprach- und Kulturerhaltung:
Viele Coureurs de Bois übernahmen die Lebensweise der amerikanischen Ureinwohner, lernten ihre Sprachen, übernahmen ihre Bräuche und heirateten mit indigenen Gemeinschaften. Sie bewahrten und übermittelten Aspekte der Kultur und Traditionen der amerikanischen Ureinwohner an die französischen Siedler und trugen so zur kulturellen Vielfalt Kanadas bei.
5. Wirtschaftliche Beiträge:
Die Beteiligung der Coureurs de Bois am Pelzhandel brachte Neu-Frankreich erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Die durch ihren Handel gewonnenen Pelze wurden nach Europa exportiert und zu hohen Preisen verkauft, was der Kolonie Einnahmen verschaffte und ihre Wirtschaft unterstützte.
6. Politischer und territorialer Einfluss:
Die Erkundungen und Handelsaktivitäten der Coureurs de Bois stärkten die französischen Ansprüche auf weite Gebiete in Nordamerika. Sie errichteten Handelsposten und Außenposten in abgelegenen Regionen, die später zu wichtigen Siedlungen wurden und eine Rolle in der geopolitischen Dynamik des Kontinents spielten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Coureurs de Bois abenteuerlustige Menschen waren, die zur Erforschung, Entwicklung und zum kulturellen Austausch in Nordamerika beitrugen. Durch ihr Engagement im Pelzhandel, in der Exploration, in der Diplomatie und in wirtschaftlichen Aktivitäten spielten sie eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Geschichte und Identität Kanadas.