* Die Annahme, dass alle Charaktere heterosexuell sind. Dies zeigt sich in der Art und Weise, wie die Charaktere über Liebe und Beziehungen sprechen und in der Art und Weise, wie sie miteinander interagieren. Als Viola sich beispielsweise als Mann verkleidet, wird ihr sofort unterstellt, in Orsino verliebt zu sein, obwohl sie ihn nie kennengelernt hat.
* Die Darstellung gleichgeschlechtlichen Verlangens als unnatürlich oder komisch. Dies zeigt sich am deutlichsten in der Figur von Sir Andrew Aguecheek, der ständig Witze über seine Anziehungskraft auf Männer macht. Sein Wunsch wird von niemandem ernst genommen und er wird oft dafür verspottet.
* Die Tatsache, dass das Stück mit einer traditionellen heterosexuellen Ehe endet. Dies bestärkt die Vorstellung, dass Heterosexualität die einzig akzeptable Form der sexuellen Orientierung ist.
Der Ausdruck von Heteronormativität in Twelfth Night ist problematisch, weil er nicht-heterosexuelle Menschen marginalisiert und ausschließt. Außerdem entsteht dadurch ein Klima, in dem es für nicht-heterosexuelle Menschen schwierig ist, offen über ihre sexuelle Orientierung zu sprechen.