1. Grund:
- Kreon legt Wert auf logisches Denken und appelliert an ihren gesunden Menschenverstand. Er erklärt, dass die Missachtung seines Befehls zu Chaos, Gesetzlosigkeit und der Schwächung des Stadtstaates führen würde.
2. Emotion:
- Kreon ruft Gefühle der Angst, des Patriotismus und der Loyalität hervor, indem er die möglichen Konsequenzen hervorhebt, wenn man die Beerdigung von Polyneikes zulässt, und sie als einen Akt des Verrats und der Respektlosigkeit gegenüber der Stadt darstellt.
3. Glaubwürdigkeit:
- Kreon schafft Glaubwürdigkeit, indem er sich als weiser und erfahrener Führer präsentiert, dem das Wohl der Stadt am Herzen liegt. Seine Machtposition legitimiert seine Argumentation.
Spezifische Beispiele für Kreons rhetorische Strategien sind:
- Pathos: Wenn Kreon von der „Schande“ spricht, die über Theben kommen würde, wenn Polyneikes ein ordnungsgemäßes Begräbnis bekäme, appelliert er an Emotionen. Er weiß, dass die Einwohner von Theben ihrer Stadt gegenüber loyal sind, und er appelliert an diese Loyalität, indem er andeutet, dass die Nichtbefolgung seines Befehls ihrem Stolz schaden würde.
- Logos: Wenn Kreon darauf hinweist, dass Polyneikes ein Verräter an Theben war, beruft er sich auf die Logik. Er weiß, dass die Menschen in Theben niemanden ehren wollen, der versucht hat, ihre Stadt zu zerstören.
- Ethos: Wenn Kreon sagt:„Ich bin der König und ich weiß, was das Beste für Theben ist“, appelliert er an die Autorität. Er weiß, dass die Menschen in Theben seine Autorität respektieren, und er nutzt dies zu seinem Vorteil, indem er suggeriert, dass er der Einzige sei, der in dieser Angelegenheit die richtige Entscheidung treffen könne.
Durch die Kombination von logischem Denken, emotionaler Anziehungskraft und der Demonstration seiner Glaubwürdigkeit versucht Kreon, die Überzeugungen, Einstellungen und Handlungen seines Volkes zu beeinflussen, das Vertrauen in seine Führung zu stärken und sich Unterstützung für seine Entscheidungen zu sichern.