* Unschuld und Unwissenheit: Brunos Naivität steht im Mittelpunkt des Romans. Er versteht weder die wahre Natur des Konzentrationslagers noch die Gefahr, die es darstellt. Diese Unschuld unterstreicht den starken Kontrast zwischen Brunos Welt und der Realität des Holocaust.
* Freundschaft und Verbindung: Brunos Freundschaft mit Shmuel, einem Jungen auf der anderen Seite des Zauns, überwindet die Grenzen von Vorurteilen und Angst. Ihre Beziehung zeigt die Kraft menschlicher Verbundenheit angesichts von Widrigkeiten.
* Die Gefahren blinden Gehorsams: Brunos Vater, ein hochrangiger Nazi-Offizier, verkörpert die Gefahren des bedingungslosen Gehorsams gegenüber Autoritäten. Er ist an den Schrecken des Holocaust beteiligt, auch wenn er deren Ausmaß nicht vollständig begreift.
* Die Natur von Vorurteilen und Diskriminierung: Der Roman enthüllt die verheerenden Folgen von Vorurteilen und Diskriminierung. Brunos anfängliche Angst vor den „Menschen in gestreiften Pyjamas“ rührt von der Propaganda und den Fehlinformationen her, denen er ausgesetzt war.
* Die Kraft von Empathie und Mitgefühl: Trotz seiner anfänglichen Angst und Unwissenheit entwickelt Bruno Empathie für Shmuel und die anderen Gefangenen. Diese Empathie stellt die entmenschlichenden Ideologien des Nazi-Regimes in Frage.
* Verlust der Kindheit: Brunos Verlust seiner Unschuld und das Trauma, das er erlebt, stellen den Verlust der Kindheit dar, den unzählige Kinder während des Holocaust erlitten haben.
* Die Auswirkungen des Holocaust auf Familien: Der Roman beleuchtet die verheerenden Auswirkungen des Holocaust auf jüdische und nichtjüdische Familien. Brunos Familie wird durch den Krieg auseinandergerissen und Shmuels Familie wird durch das Nazi-Regime zerstört.
„Der Junge im gestreiften Pyjama“ nutzt Brunos unschuldige Perspektive, um die dunkle Realität des Holocaust aufzudecken und wichtige Fragen über die menschliche Natur, Vorurteile und die Kraft von Empathie und Mitgefühl aufzuwerfen.