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Wie werden Rollstuhlfahrer in den Medien dargestellt?

Rollstuhlfahrer werden in den Medien oft stereotyp und unzutreffend dargestellt und betonen eher ihre körperliche Behinderung als ihre Fähigkeiten. Hier sind einige häufige Stereotypen und falsche Darstellungen:

1. Inspirationsporno :Rollstuhlfahrer werden oft als inspirierende Figuren dargestellt, die ihre Behinderung überwinden und Großes leisten, oft auf übermäßig sentimentale oder reißerische Weise dargestellt. Dies kann die Vorstellung aufrechterhalten, dass Rollstuhlfahrer durch ihre Behinderung und außergewöhnliche Umstände definiert werden und nicht als gewöhnliche Menschen mit den gleichen Fähigkeiten und Einschränkungen wie alle anderen.

2. Bemitleidet und verletzlich :Rollstuhlfahrer werden oft als hilflos und hilfsbedürftig dargestellt, was Mitleid oder Mitgefühl hervorruft. Diese Darstellung bestärkt die Vorstellung, dass Rollstuhlfahrer nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen, und dass sie ihre Kraft, Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit vernachlässigen.

3. Mangelnde Vielfalt :Rollstuhlfahrer in den Medien sind überwiegend weiße, männliche und nichtbehinderte Schauspieler, die behinderte Charaktere spielen. Diese eingeschränkte Darstellung schließt die große Vielfalt der Rollstuhlfahrer in Bezug auf Rasse, Geschlecht, Alter und andere Aspekte aus, was zu einer ungenauen Darstellung der Rollstuhlfahrergemeinschaft führt.

4. Behinderungsklischees überwinden :In den Medien geht es oft um Narrative, bei denen die Überwindung von Behinderungen das Hauptthema ist, was bedeutet, dass der Wert einer Person ausschließlich durch ihre Fähigkeit bestimmt wird, „normale“ Dinge zu tun, und nicht durch die Anerkennung ihrer einzigartigen Stärken und Beiträge. Dadurch wird die Behindertenperspektive als Norm hervorgehoben und die Vorstellung von Behinderung als natürlicher Teil der menschlichen Vielfalt untergraben.

5. Supercrip-Mythos :Der Supercrip-Mythos stellt Rollstuhlfahrer als außergewöhnlich versierte Individuen dar, die alle Erwartungen übertreffen müssen, um als würdig zu gelten. Dadurch entstehen unrealistische Standards und Erwartungen, was darauf hindeutet, dass Rollstuhlfahrer ihre Behinderungen überkompensieren müssen, um als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft angesehen zu werden.

6. Mangel an authentischer Darstellung :Rollstuhlfahrer werden oft von nichtbehinderten Schauspielern gespielt, was zu unauthentischen Darstellungen führt, die Stereotypen aufrechterhalten und Empathie behindern. Eine authentische Besetzung behinderter Schauspieler ist entscheidend, um Barrieren abzubauen und eine genauere und vielfältigere Darstellung zu ermöglichen.

Es werden Anstrengungen unternommen, diese Stereotypen in Frage zu stellen und eine umfassendere und genauere Darstellung von Rollstuhlfahrern in den Medien zu fördern. Inklusionsreiter, die von Schauspielern mit Behinderungen befürwortet werden, verlangen von Film- und Fernsehproduktionen, dass sie eine bestimmte Anzahl behinderter Schauspieler und Berater einstellen, um eine authentische Darstellung zu gewährleisten und Behindertendiskriminierung in der Unterhaltungsindustrie zu bekämpfen.

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