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An welche Gruppe von Menschen glaubte Shakespeare?

Shakespeare war Christ und seine Stücke spiegeln oft christliche Themen und Werte wider. In Hamlet zum Beispiel ringt die Titelfigur mit der Frage, ob sie den Mord an ihrem Vater rächen soll oder nicht, und entscheidet sich schließlich dazu, weil er glaubt, dass es seine christliche Pflicht ist. In „König Lear“ ist die Titelfigur ein stolzer und selbstsüchtiger Mann, der die Bedeutung von Demut und Mitgefühl lernt, nachdem er seiner Macht beraubt wurde. In Macbeth ist die Titelfigur ein rücksichtsloser Mörder, der schließlich für seine Verbrechen bestraft wird.

Shakespeares Stücke enthalten auch viele Bezüge zur Bibel und zu christlichen Traditionen. Beispielsweise hält der Mönch Laurentius in Romeo und Julia eine Predigt über die Bedeutung der Liebe, die auf den Lehren Jesu basiert. In Othello wird die Figur der Desdemona oft mit der Jungfrau Maria verglichen. Und in „Der Kaufmann von Venedig“ ist Shylock ein jüdischer Geldverleiher, der oft als Bösewicht dargestellt wird, was den zu Shakespeares Zeiten vorherrschenden Antisemitismus widerspiegelt.

Shakespeares Stücke bieten einen komplexen und differenzierten Blick auf das Christentum. Er stellt die christliche Lehre nicht einfach auf einfache Weise dar, sondern untersucht vielmehr die Möglichkeiten, wie christliche Überzeugungen auf Situationen in der realen Welt angewendet werden können. Seine Stücke bieten einen wertvollen Einblick in die religiösen Überzeugungen Shakespeares und seiner Zeitgenossen.

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