1. Erste Antwort :
- Macbeth: Als Macbeth zum ersten Mal das Blut an seinen Händen sieht, nachdem er König Duncan ermordet hat, ist er entsetzt und entsetzt. Er ruft:„Welche Hände sind hier? Ha! Sie reißen mir die Augen aus.“ Seine unmittelbare Reaktion ist Schuldgefühle, Schock und der Wunsch, die Beweise seines Verbrechens wegzuwaschen.
- Lady Macbeth: Im Gegensatz dazu lehnt Lady Macbeth die Bedeutung der Blutflecken zunächst ab. Sie verkündet selbstbewusst:„Ein wenig Wasser reinigt uns von dieser Tat.“ Sie scheint sich mehr auf die praktische Angelegenheit der Beweisvernichtung als auf die emotionalen Auswirkungen des Mordes zu konzentrieren.
2. Emotionale Wirkung :
- Macbeth: Im Laufe des Stücks wird Macbeth zunehmend von der psychischen Belastung seiner Schuld gequält. Er halluziniert, schlafwandelt und leidet unter starken Schuldgefühlen und Reue. Das Blut an seinen Händen wird zur ständigen Erinnerung an seine Tat und verfolgt ihn unerbittlich.
- Lady Macbeth: Zunächst lehnte Lady Macbeth das Blut ab, doch schließlich erliegt sie der mentalen Belastung durch ihre Taten. Sie wird von Schuldgefühlen, Schlaflosigkeit und Wahnvorstellungen geplagt. Im Gegensatz zu Macbeth versucht sie, ihre Gefühle zu rationalisieren und zu unterdrücken, aber die Last ihrer Handlungen wird schließlich zu groß, um sie zu ertragen.
3. Wahrnehmung der Realität :
- Macbeth: Macbeths Schuldgefühle führen dazu, dass er den Bezug zur Realität verliert. Er wird paranoid, ängstlich und leicht aufgeregt. Seine Wahrnehmung der Welt wird verzerrt, was zu seinem Untergang und schließlich zu seinem Untergang führt.
- Lady Macbeth: Auch wenn sie von ihren Schuldgefühlen betroffen ist, behält Lady Macbeth einen etwas klareren Blick auf die Realität. Sie versucht, ein gelassenes Äußeres zu bewahren und greift auf praktische Lösungen zurück, wie zum Beispiel den Versuch, die Blutflecken zu entfernen.
4. Moralischer Kompass :
- Macbeth: Tief im Inneren besitzt Macbeth ein moralisches Gewissen, das im Widerspruch zu seinem Ehrgeiz und seinem Wunsch nach Macht steht. Die Schuldgefühle, die er empfindet, führen letztendlich zu seinem tragischen Ende.
- Lady Macbeth: Lady Macbeths moralischer Kompass scheint flexibler und formbarer zu sein. Sie ist zunächst bereit, moralische Bedenken bei ihrem Streben nach Macht beiseite zu schieben, muss sich aber letztlich mit den Konsequenzen ihres Handelns auseinandersetzen.
Abschließend lässt sich sagen, dass die gegensätzliche Haltung von Macbeth und seiner Frau gegenüber ihren blutbefleckten Händen ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften unterstreicht. Während Macbeth von Schuldgefühlen und Reue geplagt wird, wischt Lady Macbeth zunächst die emotionale Last ihres Verbrechens beiseite. Im weiteren Verlauf des Stücks werden beide Charaktere jedoch mit den psychologischen Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert, die letztendlich zu ihrem tragischen Untergang führen. Diese Unterschiede verdeutlichen die Komplexität und Nuancen der menschlichen Natur, der Moral und der Konsequenzen von Ehrgeiz.