Im antiken Griechenland war es Frauen nicht gestattet, an Theateraufführungen teilzunehmen. Dies war auf eine Kombination aus kulturellen Überzeugungen und sozialen Normen zurückzuführen, die die Rolle der Frau in der Gesellschaft einschränkten. Die antike griechische Gesellschaft war von Männern dominiert und man glaubte, dass Frauen sich hauptsächlich auf häusliche Pflichten konzentrieren sollten. Darüber hinaus bestand die Sorge, dass die Teilnahme von Frauen am Theater die öffentliche Ordnung stören könnte.
In den ersten Jahrhunderten des Christentums war es Frauen auch verboten, in Theaterstücken aufzutreten. Dies war teilweise auf den Einfluss frühchristlicher Lehren zurückzuführen, die die Rolle der Frau in der Öffentlichkeit als potenziell störend oder unmoralisch betrachteten. Darüber hinaus hatte die Kirche in dieser Zeit eine erhebliche Kontrolle über kulturelle Aktivitäten und riet Frauen von der Teilnahme an künstlerischen Unternehmungen ab.
In manchen Kulturen wurden die Leistungsbeschränkungen für Frauen nach und nach aufgehoben. Im Mittelalter begannen beispielsweise Frauen, in religiösen Dramen und Mysterienspielen aufzutreten. Allerdings waren diese Aufführungen oft auf bestimmte Schauplätze beschränkt und erstreckten sich nicht auf die weitere Theaterwelt.
Erst in der Renaissance erhielten Frauen einen größeren Zugang zu Bühnenauftritten. Dies wurde durch mehrere Faktoren vorangetrieben, darunter der zunehmende Einfluss humanistischer Ideale, die einen größeren Wert auf individuelles Talent und Kreativität legten. Darüber hinaus eröffneten der Aufstieg professioneller Theatergruppen und die wachsende Beliebtheit von Theaterstücken im höfischen Rahmen neue Möglichkeiten für Frauen, aufzutreten.
Im 17. Jahrhundert wurden Frauen in vielen Teilen Europas zunehmend als professionelle Schauspielerinnen akzeptiert. Allerdings waren sie immer noch mit gewissen Einschränkungen und Beschränkungen konfrontiert, wie z. B. der Beschränkung auf bestimmte Rollen und der häufig geringeren Bezahlung als ihre männlichen Kollegen.
Insgesamt waren die Gründe dafür, dass Frauen die Möglichkeit verweigert wurde, in Theaterstücken aufzutreten, je nach Kultur und Epoche unterschiedlich und waren ein Ergebnis vorherrschender sozialer Normen, religiöser Überzeugungen und kultureller Einstellungen gegenüber der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Im Laufe der Zeit nahm jedoch die Beteiligung von Frauen am Theater allmählich zu, was zu einer größeren Anerkennung ihrer Talente und Beiträge zu den darstellenden Künsten führte.