1. Einstellung der Atmosphäre :Die Verwendung von Bildern durch die Hexen in der Kesselszene unterstreicht wirksam die unheimliche und übernatürliche Stimmung des Stücks. Shakespeare verwendet eine lebendige Sprache, um die Zutaten zu beschreiben, die die Hexen in den Kessel werfen, und ruft so ein Gefühl von Geheimnis und Jenseitigkeit hervor. Die Bilder von „Filet einer Fenny-Schlange“, „Schuppe eines Drachen“ und „Wolle einer Fledermaus“ tragen zur dunklen und bedrohlichen Atmosphäre bei und bereiten die Bühne für die folgenden Prophezeiungen.
2. Visuelle Bilder durch Worte erstellen :Angesichts der begrenzten Bühnenkunst der elisabethanischen Ära wird der Einsatz von Bildern durch die Hexen zu einem mächtigen Werkzeug, um visuelle Bilder in den Köpfen des Publikums zu erzeugen. Die detaillierten Beschreibungen der Hexenhandlungen und der von ihnen verwendeten Zutaten regen die Fantasie der Zuschauer an und ermöglichen ihnen, sich die Szene so vorzustellen, als würde sie sich vor ihren Augen abspielen.
3. Symbolik und Allegorie :Shakespeare verwendet Bilder im Hexenkessel, um tiefere symbolische Bedeutungen zu vermitteln. Die Zutaten repräsentieren verschiedene Aspekte von Macbeths Charakter und Handlungen, wie zum Beispiel seinen Ehrgeiz, seine Täuschung und seine Schuldgefühle. Durch den Einsatz symbolischer Sprache lädt Shakespeare das Publikum ein, diese Bilder zu interpretieren und Verbindungen zwischen ihnen und den Themen des Stücks herzustellen.
4. Erhöhung der Spannung und Unsicherheit :Die in der Hexenprophezeiung verwendeten Bilder tragen zur Spannung und Unsicherheit der Handlung bei. Die mehrdeutige und kryptische Natur ihrer Vorhersagen erzeugt ein Gefühl des Unbehagens und der Vorfreude und macht das Publikum neugierig auf die Zukunft von Macbeth und den anderen Charakteren.
5. Teilnahme und Engagement des Publikums :Der Einsatz lebendiger Bilder in der Hexenszene ermöglicht es dem Publikum, aktiv am Theatererlebnis teilzunehmen. Indem er ihre Fantasie anregt und sie dazu einlädt, die Ereignisse zu visualisieren, fördert Shakespeare eine stärkere Verbindung zwischen den Schauspielern auf der Bühne und dem Publikum.
6. Verbindung zum elisabethanischen Glauben :Das elisabethanische Publikum war stark vom Aberglauben und dem Glauben an das Übernatürliche geprägt. Die Bilder in der Hexenszene passten zu ihrem kulturellen Kontext und machten das Stück für das damalige Publikum noch eindrucksvoller und nachvollziehbarer.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Bildern durch die Hexen in Szene I, Akt IV von „Die Tragödie von Macbeth“ im Kontext des elisabethanischen Theaters von großer Bedeutung ist. Es ermöglicht dem Dramatiker, eine fesselnde Atmosphäre zu schaffen, tiefere Bedeutungen durch Symbolik zu vermitteln, die Spannung zu erhöhen, die Beteiligung des Publikums zu fördern und trotz der Einschränkungen der Theaterbühne auf die kulturellen Überzeugungen der elisabethanischen Ära zurückzugreifen.