1. Macbeth:
- Angetrieben von Ehrgeiz: Macbeths intensiver Machthunger und sein Wunsch, König von Schottland zu werden, führen dazu, dass er irrationale und selbstzerstörerische Entscheidungen trifft. Als er die Prophezeiung der Hexen hört, dass er der Than von Cawdor und später der König sein wird, kann er der Versuchung nicht widerstehen, sie zu erfüllen, selbst wenn das bedeutet, einen Mord zu begehen.
- Von Schuldgefühlen heimgesucht: Nachdem er König Duncan getötet hat, wird Macbeth von Schuldgefühlen und Reue geplagt. Als er Banquos Geist sieht, halluziniert er und wird paranoid und ängstlich. Dieser von Schuldgefühlen geprägte Zustand wirkt sich erheblich auf sein Verhalten aus und macht ihn unberechenbarer und instabiler.
2. Lady Macbeth:
- Ehrgeizig und rücksichtslos: Zunächst fungiert Lady Macbeth als treibende Kraft hinter Macbeths Aktionen. Sie ermutigt ihn, die Prophezeiungen zu verfolgen und alles zu tun, um den Thron zu sichern. Ihr ehrgeiziger Charakter und ihre rücksichtslose Entschlossenheit veranlassen Macbeth, das abscheuliche Verbrechen zu begehen, Duncan zu ermorden.
- Aufschlüsselung: Im Verlauf des Stücks wird Lady Macbeth zunehmend von Schuldgefühlen und Ängsten geplagt. Sie halluziniert und wäscht sich die Hände, um das metaphorische Blut aus ihrem Gewissen zu entfernen, und ihr geistiger Zustand führt schließlich zu ihrem Untergang.
3. Banquo:
- Verdächtig, aber vorsichtig: Banquo ist misstrauisch gegenüber den Prophezeiungen der Hexen und wittert eine Gefahr in Macbeths neuen Ambitionen. Er bleibt König Duncan gegenüber vorsichtig und loyal, aber sein Wissen über die Vorhersagen der Hexen führt zu einer unterschwelligen Spannung zwischen ihm und Macbeth.
- Loyalität und Ehre: Für Banquo sind Loyalität und Ehre wichtiger als persönlicher Gewinn. Trotz der Versuchung der Hexenprophezeiung, dass seine Nachkommen Könige sein werden, weigert er sich, Duncan zu verraten oder auf hinterhältige Taktiken zurückzugreifen, um an die Macht zu gelangen.
4. König Duncan:
- Vertrauensvoll und wohlwollend: König Duncan wird als freundlicher, gütiger und vertrauensvoller Herrscher dargestellt. Er schätzt Macbeth sehr und belohnt ihn für seine Treue. Seine ahnungslose Natur macht ihn anfällig für Macbeths Verrat und ermöglicht den Erfolg des Mordkomplotts.
5. Die Hexen:
- Manipulativ und mehrdeutig: Die Hexen spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Handlungen der Charaktere und der Ereignisse im Stück. Sie manipulieren Macbeth und Banquo mit ihren zweideutigen Prophezeiungen und schüren so ihre Wünsche und Unsicherheiten. Ihre Anwesenheit bringt ein Element übernatürlichen Einflusses mit sich, das die Handlung vorantreibt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Charaktere in Akt 2, Szene 2 von Macbeth von ihren Ambitionen, Ängsten, Schuldgefühlen und den Prophezeiungen der Hexen beeinflusst werden. Ihre individuellen Motivationen und Interaktionen tragen zu den zentralen Themen des Stücks bei:Macht, Ehrgeiz und die Folgen unmoralischen Handelns.