* Um ein lebendiges Bild der Aktion zu erstellen. Shakespeares Stücke sind voller Action und die von ihm verwendete Sprache trägt dazu bei, ein lebendiges Bild des Geschehens zu vermitteln. In dem Stück „Hamlet“ beispielsweise beschreibt die Figur Hamlet den Geist seines Vaters wie folgt:
„
Sein Bart war ergraut, nicht mehr schwarz;
Sein Auge so hell wie das eines Falken, wild und scharf;
Sein Gesicht war blass, aber nicht vor Übelkeit,
Aber wie mit dem Kummer der Jahre;
Seine Stimme war leise und tief, aber klar und deutlich.
„
Diese Beschreibung ist so detailliert, dass sich der Leser leicht vorstellen kann, wie der Geist von Hamlets Vater aussieht.
* Um die Emotionen der Charaktere zu vermitteln. Auch Shakespeares Stücke sind voller Emotionen und die Sprache, die er verwendet, hilft dabei, die Gefühle der Figuren zu vermitteln. In dem Stück „Romeo und Julia“ beispielsweise drückt die Figur der Julia ihre Liebe zu Romeo wie folgt aus:
„
O Romeo, Romeo, warum bist du Romeo?
Verleugne deinen Vater und verleugne deinen Namen;
Oder, wenn du nicht willst, schwöre nur meine Liebe,
Und ich werde kein Capulet mehr sein.
„
Julias Worte sind so leidenschaftlich, dass der Leser ihre Liebe zu Romeo spüren kann.
* Um ein Gefühl von Atmosphäre zu schaffen. Auch Shakespeares Stücke sind voller Atmosphäre, und die Sprache, die er verwendet, trägt dazu bei, diese Atmosphäre zu schaffen. In dem Stück „Macbeth“ beispielsweise beschreibt die Figur Macbeth die Hexen, denen er begegnet, wie folgt:
„
Wann werden wir drei uns wiedersehen?
Bei Donner, Blitz oder Regen?
Wenn der Trubel vorbei ist,
Wenn die Schlacht verloren und gewonnen ist.
„
Die Sprache in dieser Passage erzeugt ein Gefühl der Vorahnung und des Mysteriums, das der Szene, in der sie auftritt, angemessen ist.
Zusätzlich zu diesen Gründen ist die Sprache in Shakespeares Stücken auch äußerst poetisch. Das bedeutet, dass es voller Bilder, Bildsprache und anderer rhetorischer Mittel ist. Diese poetische Sprache trägt dazu bei, Shakespeares Stücke schöner und unvergesslicher zu machen.