1. Paralleln und Kontrast :Shakespeare zieht Parallelen zwischen der tragischen Liebesgeschichte von Pyramus und Thisbe und der Haupthandlung um die vier jungen Liebenden. Allerdings hebt er auch den Kontrast zwischen den beiden hervor. Während die jungen Liebenden in der Haupthandlung auf vorübergehende Hindernisse und Missverständnisse stoßen, ist die Geschichte von Pyramus und Thisbe eine tragische Geschichte mit tödlichem Ende. Dieser Kontrast verleiht dem Stück Tiefe und zeigt die Bandbreite der Emotionen, die in der Liebe erforscht werden.
2. Komische Erleichterung :Das Stück innerhalb eines Stücks mit der Geschichte von Pyramus und Thisbe sorgt für komische Erleichterung und lockert die Stimmung des Stücks auf. Der dilettantische Auftritt der Mechaniker, ihre Missverständnisse und ihre improvisierten Zeilen sorgen für humorvolle Momente, die das Publikum unterhalten. Dieser komödiantische Aspekt gleicht die ernsteren und emotionaleren Elemente der Haupthandlung aus.
3. Selbstreferenzieller Kommentar :Shakespeare nutzt das Stück von Pyramus und Thisbe, um die Natur des Theaters selbst zu kommentieren. Die Inszenierung der Mechaniker spiegelt ihr begrenztes Verständnis von Drama und ihre Bemühungen wider, eine tragische Liebesgeschichte inszenieren zu können. Dieses selbstreferenzielle Element ermöglicht es Shakespeare, die Herausforderungen und Konventionen des Theaters zu erkunden und fügt dem Stück eine metatheatralische Ebene hinzu.
4. Charakterentwicklung :Das Stück von Pyramus und Thisbe dient auch als Mittel zur Charakterentwicklung für die Mechaniker. Während sie das Stück proben und aufführen, lernen sie etwas über Teamarbeit, Zusammenarbeit und die Bedeutung der Hingabe an ihr Handwerk. Diese Reise trägt zu ihrem persönlichen Wachstum bei und trägt zur Gesamtcharakterisierung der Mechanik bei.
5. Künstlerische Darstellung der Liebe :Die Geschichte von Pyramus und Thisbe veranschaulicht die Themen Liebe und Transformation, die sich wie ein roter Faden durch „Ein Sommernachtstraum“ ziehen. Während es eine tragische Version der Liebe darstellt, unterstreicht es auch die transformative Kraft von Theater und Kunst bei der Darstellung von Emotionen. Dies knüpft an die Auseinandersetzung des Stücks mit der Komplexität und der transformativen Natur der Liebe an.
Insgesamt verwendet Shakespeare die tragische Geschichte von Pyramus und Thisbe neu, um in „Ein Sommernachtstraum“ eine komödiantische und selbstreferenzielle Nebenhandlung zu schaffen. Diese Nebenhandlung erhöht die emotionale Bandbreite und thematische Komplexität des Stücks und sorgt gleichzeitig für ein einprägsames und unterhaltsames Element.