1.Schirmherrschaft von Königin Elisabeth:
Königin Elisabeth I. war zu Shakespeares Zeiten die amtierende Monarchin. Sie war eine Förderin der Künste und ihr Hof bot ein unterstützendes Umfeld für Theateraufführungen. „Ein Sommernachtstraum“ wurde wahrscheinlich für die Aufführung am Hof oder für ein anderes adliges Publikum geschrieben.
2.Renaissance-Humanismus:
In der Renaissance kam es zu einem erneuten Interesse an der klassischen griechischen und römischen Literatur. „Ein Sommernachtstraum“ ist von Ovids „Metamorphosen“ und den Komödien von Plautus inspiriert und spiegelt den Einfluss der klassischen Literatur auf das elisabethanische Drama wider.
3. Elisabethanische Hochzeitsbräuche:
Das Stück beinhaltet Elemente traditioneller elisabethanischer Hochzeitsfeierlichkeiten und Rituale, darunter Masken, Tanz und Musik. Diese Elemente waren in der höfischen Unterhaltung zu Shakespeares Zeiten üblich.
4.Feen und das Übernatürliche:
Der Glaube an Feen und das Übernatürliche war im elisabethanischen Zeitalter weit verbreitet. „Ein Sommernachtstraum“ erforscht diese Überzeugungen und zeigt Charaktere wie Titania, Oberon und Puck, die das magische Reich repräsentieren.
5.Aristokratische Freizeit:
Das Stück dreht sich um die Freizeitaktivitäten der athenischen Oberschicht, die Jagd, Tanz und andere Formen der Unterhaltung betreiben. Dies spiegelt die sozialen und Freizeitbeschäftigungen der elisabethanischen Aristokratie wider.
6. Soziale und politische Satire:
„Ein Sommernachtstraum“ enthält Elemente sozialer und politischer Satire und nutzt oft Humor, um sich über gesellschaftliche Konventionen, Klassenunterschiede und menschliche Torheiten lustig zu machen.
7. Allegorie und Symbolik:
Das Stück nutzt Allegorie und Symbolik, um tiefere Bedeutungen zu vermitteln, indem es allegorisch die Komplexität der Liebe und das Zusammenspiel von Realität und Illusion darstellt.
8. Pastorale und höfische Einrichtungen:
Das Stück verbindet zwei unterschiedliche Schauplätze:den Hirtenwald und die höfische athenische Gesellschaft. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht den Kontrast zwischen der natürlichen Welt und der Künstlichkeit des Hoflebens.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Ein Sommernachtstraum“ ein Produkt der elisabethanischen Ära ist und die kulturellen, klassischen und sozialen Einflüsse dieser Zeit widerspiegelt. Shakespeare stützte sich auf elisabethanische Bräuche, Überzeugungen und literarische Traditionen, um eine fantastische und bezaubernde Welt zu erschaffen, die auch heute noch beim Publikum Anklang findet.