1. Priesterinnen und religiöse Rollen :Frauen hatten wichtige Positionen bei religiösen Zeremonien inne und dienten als Priesterinnen in Tempeln. Sie nahmen an Ritualen teil, brachten Opfer dar und hatten oft bedeutenden Einfluss innerhalb religiöser Institutionen.
2. Wirtschaftliche Rollen :Frauen könnten Eigentum besitzen und verwalten, einschließlich Land und Unternehmen. Sie beteiligten sich aktiv am Handel und Gewerbe und einige Frauen wurden sogar erfolgreiche Kaufleute und Unternehmerinnen.
3. Gesetzliche Rechte :Das sumerische Recht gewährte Frauen bestimmte gesetzliche Rechte, beispielsweise das Recht, Eigentum zu besitzen, Geschäfte zu tätigen und Eigentum von ihren Ehemännern oder Vätern zu erben.
4. Ehe und Familie :Frauen hatten das Recht, einer Ehe und einer Scheidung zuzustimmen. Sie könnten auch rechtliche Schritte im Zusammenhang mit Familienangelegenheiten einleiten, beispielsweise zum Sorgerecht für Kinder und zur Vermögensaufteilung.
5. Bildung :Während die formelle Bildung hauptsächlich Männern zugänglich war, erhielten einige sumerische Frauen eine Ausbildung und konnten Schriftgelehrte oder Priesterinnen werden.
6. Künstlerische Beiträge :Frauen trugen zur Kunst und Literatur bei, und einige Dichterinnen und Musikerinnen werden in sumerischen Texten erwähnt.
7. Sozialstatus :In einigen Perioden der sumerischen Geschichte wurden Frauen für ihre Weisheit, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten respektiert. Sie bekleideten einflussreiche Positionen und waren an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen beteiligt.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Status der Frauen in Sumer im Laufe der Zeit und in den verschiedenen Regionen unterschiedlich sein kann. Die sumerische Gesellschaft war nicht völlig egalitär, und es gab sicherlich geschlechtsspezifische Ungleichheiten und Einschränkungen für Frauen. Allerdings hatten Frauen in Sumer im Vergleich zu vielen anderen antiken Zivilisationen relativ mehr Möglichkeiten und Rechte als ihre Altersgenossen in anderen Gesellschaften dieser Zeit.