1. Aristokratie und Adel :Aristokratie und Adel waren im Barock die wichtigsten Förderer der Künste. Sie beauftragten Künstler, Architekten und Musiker mit der Ausschmückung ihrer Paläste, Burgen und Anwesen. Mäzene wie Kardinal Richelieu in Frankreich, das Haus der Medici in Florenz und die Habsburger in Österreich waren für ihr Mäzenatentum bekannt.
2. Königshaus: Monarchen und Könige spielten als Mäzene eine entscheidende Rolle und nutzten die Künste als Mittel zur Demonstration von Macht, Reichtum und Prestige. König Ludwig XIV. von Frankreich wird aufgrund seines großzügigen Mäzenatentums und seiner Förderung der französischen Kultur oft als „Sonnenkönig“ bezeichnet.
3. Religiöse Institutionen: Die Kirche blieb in dieser Zeit ein wichtiger Förderer der Künste, gab Kunstwerke für religiöse Zwecke in Auftrag und schmückte Kirchen mit barocker Architektur, Gemälden und Skulpturen.
4. Wohlhabende Händler und Gilden: Der Aufstieg wohlhabender Kaufmanns- und Handwerkerzünfte ermöglichte es diesen Personen, Förderer der Künste zu werden. Oft gaben Zünfte Werke in Auftrag, um das Ansehen ihres Berufs zu steigern und ihren Wohlstand zu demonstrieren.
5. Privatpersonen: Wohlhabende Privatpersonen, Kunstliebhaber und Sammler traten als Mäzene auf und erwarben Kunstwerke für den eigenen Genuss und für persönliche Sammlungen.
Es ist wichtig anzumerken, dass das Mäzenatentum im Barock nicht nur die finanzielle Unterstützung der Künstler sicherte, sondern auch die Entwicklung und den Stil der künstlerischen Produktion beeinflusste. Der Geschmack und die Vorlieben der Auftraggeber prägten die ästhetischen Entscheidungen und künstlerischen Trends, die das Barockzeitalter prägten.