1600er (17. Jahrhundert):
* Anfang des 17. Jahrhunderts: Diese Zeit war durch die Regierungszeit von Heinrich IV und die frühen Jahre von Louis XIII. Gekennzeichnet. Die Silhouette wurde immer noch von der verstorbenen Renaissance mit einem langen, spitzen Mieder und einem vollen Rock beeinflusst.
* Frauen: Trugen hoch taillierte, dicht geschnürte Mieder, oft mit aufgeblasenen Ärmeln, über einem Chemise. Die Röcke waren voll und konnten mit verschiedenen Materialien wie Seide, Samt oder Brokat hergestellt werden. Große, steife Kragen, Rüschen und aufwändige Kopfbedeckungen waren beliebt.
* Männer: Trug Dublett und Schlauch mit einem Codpiece. Das Doublet war eine eng anliegende, gepolsterte Jacke mit einem hohen Kragen, und der Schlauch war Reithose. Sie bevorzugten breite Hüte, oft mit Federn oder Federn.
* Mitte bis Ende des 17. Jahrhunderts (Regierungszeit von Louis XIV): Dies war das Alter der Barockmode, gekennzeichnet durch Extravaganz und aufwändige Ornamentierung.
* Frauen: Mieder wurden montierter und betonten die Büste mit einem niedrigen Ausschnitt und einer spitzen kegelförmigen Taille. Die Röcke waren voll und breiter, oft mit Packtichen oder Kissen, um eine dramatische Silhouette zu schaffen. Spitze, Bänder und Juwelen wurden stark eingesetzt.
* Männer: Der Stil "Grand Siècle" enthielt einen langen, eng anliegenden Weste, der über einem Doublet getragen wurde, oft mit einer Schärpe. Die Reithosen wurden kürzer und das Codpiece verschwand. Perücken, Spitze und pulverförmige Haare waren unerlässlich, und Herren trugen oft aufwändige Stöcke und Schwerter.
1700er (18. Jahrhundert):
* Anfang des 18. Jahrhunderts (Regierungszeit von Louis XV): Der Rococo -Stil entstand und bekannt für seine leichte, verspielte und skurrile Natur.
* Frauen: Mieder weicher, mit weniger Schwerpunkt auf extremen spitzen Taillen. Die Röcke wurden etwas breiter, und Packtiere wurden immer noch verwendet, aber nicht so übermäßig. Spitze, Rüschen und Bänder blieben beliebt.
* Männer: Die Weste blieb prominent, wurde aber kürzer und montierter. Die Reithosen blieben kurz, hatten aber oft eine entspanntere, fließende Passform. Perücken blieben beliebt, aber sie wurden aufwändiger, oft mit Locken und Zöpfen.
* Ende des 18. Jahrhunderts (Regierungszeit von Louis XVI und der französischen Revolution): In dieser Zeit veränderte sich eine Verschiebung zu einfacheren und praktischeren Stilen.
* Frauen: Mieder wurden mit einem runderen Ausschnitt ausgestattet. Die Röcke waren einfacher, mit weniger Schwerpunkt auf der Breite. Sie nahmen einen natürlicheren, weniger eingeschränkten Stil an.
* Männer: Die Weste und die Reithosen blieben, aber oft in einfacheren Stoffen und Designs. Das Haar wurde natürlicher, mit Pulverperücken fielen in Ungnade. Der Aufstieg des "Kleidermantels" - ein längeres, einreißiges Mantel - wurde modisch.
Allgemeine Beobachtungen:
* Materialien: Seide, Samt, Satin, Brokat, Spitze und Leinen waren übliche Materialien, die in Kleidung verwendet wurden.
* Farbe: Reiche Farben wie Crimson, Blue, Gold und Silber wurden bevorzugt, wobei kontrastierende Farben, die häufig für Trimm und Verzierungen verwendet wurden, verwendet.
* Zubehör: Hüte, Handschuhe, Fans, Schmuck, Stöcke und Schwerter waren übliche Accessoires.
* Soziale Klassen: Mode war ein mächtiges Werkzeug der sozialen Unterscheidung. Die wohlhabende Aristokratie trug die aufwändigsten und teuren Kleidungsstücke, während die unteren Klassen einfachere und praktischere Kleidung trugen.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Beschreibungen allgemein sind und es je nach Region, Beruf und individuellen Vorlieben unterschiedliche Stilvariationen gab. Mode war in den 1600er und 1700er Jahren eine komplexe und sich ständig verändernde Landschaft in Frankreich. Wenn Sie mehr erfahren möchten, können Sie Bücher und Websites auf französischer Mode aus dem 17. und 18. Jahrhundert erkunden.