Materialien:
* Leinen: Das häufigste Gefüge für alle sozialen Klassen, insbesondere im frühen Mittelalter. Es war kühl, saugfähig und relativ kostengünstig.
* Wolle: Häufiger für die Reichen oder für Winterkleidung. Wolle war warm und langlebig, aber teurer.
* Seide: Ein extrem luxuriöser Stoff, der für die sehr wohlhabenden und Könige vorbehalten ist.
* Leder: Wird für Schuhe, Gürtel und einige Kleidungsstücke verwendet, insbesondere aus praktischen Gründen.
Konstruktion:
* handgewebt und genäht: Die meisten Stoffe wurden mit einfachen Webstühlen handgewebt. Die Kleidung wurde dann mit einer Vielzahl von Stichen von Hand genäht.
* einfache Schnitte: Die mittelalterliche Kleidung war in der Regel einfacher als spätere Zeiträume.
* Schichten: Selbst bei wärmerem Wetter trugen Kinder mehrere Kleidungsschichten für Wärme und Schutz.
* Keine Tasten oder Reißverschlüsse: Kleidung wurde mit Krawatten, Schnürsenkel oder Stiften zusammengehalten.
Spezifische Kleidungsstücke:
* Tuniken: Das häufigste Kleidungsstück für Jungen und Mädchen. Dies waren lange, lose Hemden, die bis zu den Knien oder Knöcheln gingen. Sie wurden normalerweise mit einem Gürtel getragen.
* Hemden: Leinenhemden wurden unter Tuniken getragen, um Wärme und Komfort zu erhalten.
* Reithosen/Knicker: Jungen trugen Reithosen oder Schlüpfer, die Hose waren, die bis zum Knie gingen.
* Roben: Wohlhabendere Kinder tragen möglicherweise Roben über ihre Tuniken, oft in farbenfrohen Stoffen.
* Kapuzen -Ummieter: Umhänge wurden für Wärme und Schutz vor den Elementen getragen.
* Kopfbedeckung: Kinder können einfache Kappen, Kapuzen oder Schleier tragen.
Variationen:
* Soziale Klasse: Je reicher die Familie, desto aufwändiger und teuerer die Kleidung.
* Region: Verschiedene Regionen hatten ihre eigenen Stile und Moden.
* Alter: Die Kleidungsstile variierten bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Kindern.
Wichtige Hinweise:
* begrenzte Farbauswahl: Farbstoffe waren teuer, so dass die meisten Kleidung in natürlichen Farben wie Weiß, Braun oder Grau war.
* Praktikabilität: Mittelalterliche Kinderkleidung wurde so konzipiert, dass sie langlebig und leicht zu betreuen war.
* Symbolik: Kleidung könnte auch verwendet werden, um den sozialen Status, familiäre Bindungen und sogar religiöse Überzeugungen zu symbolisieren.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass unser Verständnis der mittelalterlichen Kleidung für Kinder auf begrenzten überlebenden Beweisen beruht. Durch archäologische Funde und Kunstwerke können wir jedoch einen Einblick in das Leben dieser Kinder und die Art und Weise, wie sie sich gekleidet haben.