Themen:
* Ehrgeiz und seine Konsequenzen: Beide Stücke erforschen die zerstörerische Kraft unkontrollierten Ehrgeizes. Macbeths Ehrgeiz führt dazu, dass er seinen König ermordet, während Hamlets Rachegelüste ihn verzehren und letztendlich zu seinem Untergang führen.
* Die Natur von Realität und Erscheinung: Beide Stücke stellen die Verlässlichkeit des Scheins und die Schwierigkeit, die Wahrheit zu erkennen, in Frage. Hamlet ringt mit der Echtheit der Behauptungen des Geistes, während Macbeth ständig von Halluzinationen und Illusionen heimgesucht wird.
* Moralische Ambiguität: Keines der Stücke bietet eindeutige Helden oder Bösewichte. Sowohl Macbeth als auch Hamlet kämpfen mit moralischen Dilemmata und treffen Entscheidungen, die verheerende Folgen haben.
* Die verderbliche Macht des Bösen: Beide Stücke untersuchen die Art und Weise, wie sich das Böse ausbreiten und selbst die tugendhaftesten Menschen verseuchen kann. Macbeths Ehrgeiz führt ihn auf einen Weg der Zerstörung, während Hamlets Unentschlossenheit das Böse gedeihen lässt.
Struktur:
* Konzentrieren Sie sich auf Rache: In beiden Stücken geht es, wenn auch auf unterschiedliche Weise, um das Thema Rache. Hamlets Racheplan bestimmt das gesamte Stück, während Macbeths Ermordung Duncans von einem Machthunger motiviert ist, der aus einer Prophezeiung über seine Thronbesteigung resultiert.
* Verwendung übernatürlicher Elemente: Beide Stücke enthalten übernatürliche Elemente, die die Handlungen und Entscheidungen der Charaktere beeinflussen. Der Geist in Hamlet und die Hexen in Macbeth spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des Schicksals der Protagonisten.
* Tragische Helden: Beide Protagonisten gelten als tragische Helden, als fehlerhafte Individuen, die schicksalhafte Entscheidungen treffen, die zu ihrem Untergang führen.
Stil:
* Iambischer Pentameter: Beide Stücke sind im jambischen Pentameter geschrieben, dem rhythmischen Muster, das Shakespeare in den meisten seiner Stücke verwendete.
* Verwendung von Selbstgesprächen: Sowohl Macbeth als auch Hamlet verwenden bekanntermaßen Monologe, lange Reden, in denen sie ihre innersten Gedanken und Gefühle offenbaren.
Andere Ähnlichkeiten:
* Beide Stücke beschäftigen sich mit den Themen Schicksal und freier Wille.
* Beide Stücke haben starke weibliche Charaktere, die die Handlungen der männlichen Protagonisten beeinflussen. (Lady Macbeth und Gertrude in Hamlet)
* Beide Stücke gelten als die größten Werke der englischen Literatur.
Während sich „Macbeth“ und „Hamlet“ in ihren Handlungssträngen und Charakteren unterscheiden, sind sie aufgrund ihrer Auseinandersetzung mit gemeinsamen Themen, ihrer Struktur und ihrem Stil zwei der nachhaltigsten und eindrucksvollsten Tragödien Shakespeares.