Männer:
* Obere Klassen:
* "Puritanischer" Look: Die vorherrschende Mode war praktisch und konservativ und spiegelte puritanische Werte wider.
* Wams und Hosen: Zur Standardkleidung gehörten eng anliegende Wämser (eng anliegende Jacken) mit langen Hosen.
* Mantel: Über dem Wams wurde ein langer, locker sitzender Mantel getragen, oft mit breitem Kragen.
* Ärmel: Wamsärmel waren oft geschlitzt und gebauscht, wenn auch weniger aufwendig als früher.
* Strümpfe: Es wurden Wollstrümpfe getragen, oft mit Strumpfhaltern, um sie an Ort und Stelle zu halten.
* Schuhe: Lederschuhe mit Schnallen oder Bändern.
* Hüte: Beliebt waren breitkrempige Filzhüte, manchmal mit einer Feder oder einem Band.
* Perücken: Perücken waren zu dieser Zeit nicht so verbreitet, obwohl einige Männer sie zu besonderen Anlässen trugen.
* Mittel- und Unterschicht:
* Ähnliche Stile: Männer aller Klassen trugen ähnliche Kleidung, die Materialien waren jedoch weniger luxuriös.
* Leinen und Wolle: Leinen und grobe Wolle waren häufigere Stoffe für den Alltag.
* Weniger aufwendig: Dekoration und Schmuck wurden im Allgemeinen auf ein Minimum beschränkt.
Frauen:
* Obere Klassen:
* Mieder und Rock: Mieder (Korsetts) wurden mit einem langen, fließenden Rock getragen.
* Ärmel: Die Ärmel könnten lang und an den Schultern gerafft oder gebauscht sein.
* Schürzen: Üblich waren Schürzen, oft aus Leinen oder Seide.
* Stomachers: Dekorative Stoffstücke, die über dem Mieder getragen werden.
* Kopfbedeckung: Das Haar wurde typischerweise mit einer Mütze oder einem Schal bedeckt, oft aus feinem Leinen.
* Mittel- und Unterschicht:
* Ähnliche Stile: Frauen aller Klassen trugen ähnliche Kleidung, aber Materialien und Qualität unterschieden sich.
* Einfache Kleider: Kleider wurden oft aus Wolle, Leinen oder Baumwolle hergestellt.
* Kopftücher: Kopftücher wurden üblicherweise von Frauen aller Schichten getragen.
Insgesamt:
* Schlichtheit und Einfachheit: Der Englische Bürgerkrieg hatte einen starken Einfluss auf die Mode und förderte Schlichtheit und Einfachheit.
* Praktikabilität: Kleidung musste praktisch und langlebig sein, da viele Menschen Handarbeit oder landwirtschaftliche Arbeiten verrichteten.
* Komfort statt Show: Während einige Modetrends immer noch Wert auf Eleganz legten, wurden im Allgemeinen Komfort und Zweckmäßigkeit bevorzugt.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern: Die Mode von 1655 war nicht einheitlich. Es gab regionale Unterschiede, Klassenunterschiede und individuelle Vorlieben. Dies ist nur ein allgemeiner Überblick über die Trends in diesem Zeitraum.