Giles Corey ist ein Bauer und ein prominenter Bürger von Salem, Massachusetts. Er genießt in seiner Gemeinde hohes Ansehen und ist für seine Ehrlichkeit und Integrität bekannt. Er hat jedoch auch den Ruf, stur und eigensinnig zu sein.
Warum wird er in das Stück eingeführt?
Giles Corey wird als Kontrapunkt zum Hauptprotagonisten John Proctor in das Stück eingeführt. Proctor ist ein komplexer und fehlerhafter Charakter, der mit seinen eigenen moralischen Dilemmata zu kämpfen hat. Im Gegensatz dazu ist Corey ein geradlinigerer Charakter, der die Werte der traditionellen puritanischen Gesellschaft vertritt. Er glaubt an die Macht des Gesetzes und daran, wie wichtig es ist, die Regeln zu befolgen.
Coreys Einführung in das Stück dient auch dazu, die wachsende Spannung zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft hervorzuheben. Proctor ist ein Individualist, der bereit ist, die Autorität der Kirche und der Regierung in Frage zu stellen. Corey hingegen repräsentiert den Wunsch der Gemeinschaft nach Stabilität und Ordnung. Seine Anwesenheit im Stück erinnert uns an die Bedeutung sozialer Harmonie und die Gefahren des Individualismus.
Schließlich lässt Giles Coreys Einführung in das Stück die tragischen Ereignisse ahnen, die sich ereignen werden. Er ist ein Symbol für die unschuldigen Opfer, die in die Hysterie der Hexenprozesse verwickelt werden. Sein Tod ist eine Erinnerung an die Macht der Intoleranz und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens.