Diese Debatte dreht sich um die Frage, wer die William Shakespeare zugeschriebenen Werke geschrieben hat. Einige Gelehrte haben die traditionelle Ansicht in Frage gestellt, dass Shakespeare der einzige Autor der ihm zugeschriebenen Stücke und Sonette war, und argumentieren stattdessen, dass möglicherweise andere Autoren beteiligt gewesen sein könnten.
Hier ein kurzer Überblick über die Autorenschaftsdebatte:
Hauptargumente:
- Traditionelle Sichtweise: Die Mehrheit geht davon aus, dass William Shakespeare aus Stratford-upon-Avon der primäre und wahrscheinlich einzige Autor der ihm zugeschriebenen Werke war, einschließlich der Theaterstücke, Sonette und längeren Gedichte.
- Autorenskepsis: Einige Forscher und Autoren bezweifeln Shakespeares Urheberschaft und schlagen alternative Kandidaten oder Szenarien vor. Sie argumentieren, dass die bekannten biografischen Details über Shakespeare offenbar nicht mit der Tiefe der Gelehrsamkeit, den Hofkenntnissen und dem Wortschatz übereinstimmen, die in den Werken zum Ausdruck kommen.
- Alternative Autorenschaftstheorien: Als mögliche alternative Kandidaten oder Mitarbeiter wurden verschiedene Personen vorgeschlagen, darunter unter anderem literarische Zeitgenossen wie Sir Francis Bacon, Christopher Marlowe und der Earl of Oxford.
- Oxfordsche Theorie: Die Oxford-Theorie postuliert Edward de Vere, den 17. Earl of Oxford, als den wahren Autor von Shakespeares Werken. Es handelt sich um eine der bekanntesten alternativen Autorentheorien.
- Stilometrische Analyse: Einige Forscher nutzen stilistische Analysen des Wortgebrauchs, der Satzstruktur und anderer sprachlicher Muster, um Texte, die Shakespeare zugeschrieben werden, mit anderen Werken seiner Zeit zu vergleichen. Einige Studien deuten auf Unterschiede hin, die auf mehrere Autoren oder externe Mitwirkende hinweisen könnten.
- Beweise und Quellen: Befürworter alternativer Autorentheorien verweisen oft auf Inkonsistenzen in den Aufzeichnungen, angebliche klassische Anspielungen, die über Shakespeares bekanntes Bildungsniveau hinausgehen, und Verweise auf Ereignisse, die vor Shakespeares Geburt liegen.
Bedeutung und Wirkung:
- Die Debatte stellt weiterhin einen Nischenbereich der Literaturwissenschaft dar, wobei die meisten etablierten akademischen Institutionen und Wissenschaftler Shakespeares Autorschaft unterstützen.
- Trotz ihrer Bedeutung für die Shakespeare-Studien hat die Autorendebatte Shakespeares Status als einer der größten Dramatiker der Geschichte nicht wesentlich in Frage gestellt oder geschmälert.
- Die Diskussion hat jedoch die Erforschung der elisabethanischen Literatur, des kulturellen Kontexts der Zeit und der Komplexität der Autorenschaft in dieser Zeit erweitert.