Hier ist eine Aufschlüsselung:
Frauen:
* Inländischer Bereich: Die Haupterwartung an Frauen bestand darin, Ehefrauen und Mütter zu sein, die sich mit Hingabe um den Haushalt kümmerten, Kinder großzogen und sich um die Bedürfnisse ihrer Ehemänner kümmerten. Dazu gehörten Kochen, Putzen, Nähen und die Aufrechterhaltung einer häuslichen Umgebung, die das Familienleben fördert.
* Begrenzte Arbeitsmöglichkeiten: Während Frauen zunehmend am Arbeitsmarkt teilnahmen, blieben ihre Möglichkeiten weitgehend auf „weibliche“ Berufe wie Krankenpflege, Lehrtätigkeit, Sekretariatsarbeit und Hausangestellte beschränkt.
* Finanzielle Abhängigkeit: Frauen waren im Allgemeinen finanziell von ihren Ehemännern oder Vätern abhängig und hatten nur wenige Möglichkeiten, finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen.
* Schwerpunkt auf Schönheit und Häuslichkeit: Die Erwartungen der Medien und der Gesellschaft betonten weibliche Schönheit, Anmut und häusliche Fähigkeiten. Frauen wurden ermutigt, charmant und unterwürfig zu sein und sich in erster Linie auf das Wohlergehen ihrer Familie zu konzentrieren.
Männer:
* Ernährer und Anbieter: Von Männern wurde erwartet, dass sie die Hauptverdiener seien und für das Familieneinkommen und die finanzielle Sicherheit verantwortlich seien.
* Behördenangaben: Männer bekleideten Autoritätspositionen in der Gesellschaft, vom Familienoberhaupt bis hin zu Führungspersönlichkeiten in Wirtschaft und Politik.
* Körperliche Stärke und Männlichkeit: Körperliche Stärke, Durchsetzungsvermögen und Ehrgeiz waren geschätzte männliche Eigenschaften.
* Begrenzte Beteiligung an häuslichen Aufgaben: Von Männern wurde im Allgemeinen nicht erwartet, dass sie sich an der Hausarbeit oder der Kinderbetreuung beteiligen.
Wichtige Überlegungen:
* Wirtschaftliche Bedingungen: Die Weltwirtschaftskrise hatte erhebliche Auswirkungen auf die Geschlechterrollen, da mehr Frauen aus der Not heraus ins Berufsleben eintraten. Allerdings waren diese Veränderungen oft nur vorübergehender Natur, da die Männer ihre Positionen zurückeroberten, sobald sich die Wirtschaft zu erholen begann.
* Soziale Klasse: Die Geschlechterrollen variierten je nach sozialer Schicht. Frauen aus der Mittelschicht verfügten über mehr Freizeit und Ressourcen, während Frauen aus der Arbeiterklasse weniger Möglichkeiten hatten und von ihnen oft erwartet wurde, dass sie mit ihren Ehemännern zusammenarbeiteten.
* Regionale Unterschiede: Die Geschlechterrollen waren in den verschiedenen Regionen unterschiedlich, wobei in einigen Gebieten progressivere Einstellungen herrschten als in anderen.
Schlussfolgerung:
Während die 1930er Jahre einige Veränderungen mit sich brachten, waren die vorherrschenden Geschlechterrollen im Jahr 1939 tief in traditionellen Erwartungen verwurzelt. Frauen waren in erster Linie auf den häuslichen Bereich beschränkt, während Männer als Ernährer und Autoritätspersonen erwartet wurden.
Es ist wichtig zu beachten, dass es sich hierbei um einen allgemeinen Überblick handelt und es immer Einzelpersonen gab, die diese Normen in Frage stellten. Allerdings waren diese traditionellen Geschlechterrollen weit verbreitet und hatten großen Einfluss auf die Gesellschaft im Jahr 1939.